STADT ZUG: Im Theilerhaus soll Kulturwerkstatt entstehen

Vor dem Abriss wurde es gerettet, doch die weitere Nutzung war lange unklar. Nun soll das Theilerhaus in der Stadt Zug zu einem Ort für freies Kulturschaffen werden.

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Das Theilerhaus an der Hofstrasse in Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Theilerhaus an der Hofstrasse in Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Peter Kamm, welcher das inzwischen denkmalgeschützte Haus vor dem Abriss bewahrte, schwebte die Einrichtung einer Kulturwerkstatt im Theilerhaus vor: ein Betrieb, in dem sich verschiedene Kunstsparten begegnen, arbeiten und auch präsentieren können. Dieses Konzept ist vom Kern her auch heute noch aktuell, wie die Direktion für Bildung und Kultur mitteilt: Nach wie vor gebe es im Kanton Zug sehr wenig erschwinglichen Atelier- und Übungsraum für Kunstschaffende aller Sparten.

Alle Parteien miteinbeziehen
Der Regierungsrat hat nun die Direktion für Bildung und Kultur beauftragt, ein Konzept für eine Nutzung des Theilerhauses durch das freie Kulturschaffen vorzulegen. Die Konzepterarbeitung soll unter Einbezug von Kulturschaffenden, -interessierten und der Nachbarschaft entstehen. Das Amt für Kultur will in den kommenden Wochen über die anstehenden konkreten Arbeitsschritte informieren. Geplant ist, ein Grobkonzept bis Ende August vorlegen zu können, das gesamte Nutzungskonzept bis Ende 2009 respektive anfangs 2010.

Referenzen: Südpol und Gewürzmühle
Den Zuschlag für die Projektleitung der Konzepterarbeitung erhielt das Büro KulturKonzept aus Luzern. Die zwei Kulturmanager dieser Unternehmung, Stephan Häsler und Hansruedi Hitz, weisen einen reichen Erfahrungshintergrund bei Prozessbegleitung im kulturellen Bereich auf, wie es weiter heisst. So haben sie aktiv das Betriebskonzept des Südpol in Luzern mitgestaltet. Kenntnisse der Zuger Kulturszene konnte sich KulturKonzept bei der Begleitung der kürzlich vorangegangenen Umstrukturierung des Atelierhauses Gewürzmühle in Zug aneignen.

scd