STADT ZUG: Im «Waldheim» ziehen Flüchtlinge ein

Ab dem 1. November ziehen ins ehemalige Zuger Altersheim Waldheim vorübergehend Flüchtlinge einziehen. Der geplante Neubau auf dem Areal ist davon nicht tangiert.

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Das ehemalige Altesheim Waldheim in Zug. (Bild Stefan Kaiser)

Das ehemalige Altesheim Waldheim in Zug. (Bild Stefan Kaiser)

Die Liegenschaft bietet Platz für maximal 90 Personen. In einem ersten Schritt werden zirka acht Familien à fünf Personen im Waldheim untergebracht; vor allem solche aus Syrien, schreibt die Zuger Direktion des Innern in einer Mitteilung. Sie hat eine entsprechende Vereinbarung mit dem Stiftungsrat Alterszentren Zug getroffen.

Die Familien werden für vier Monate einquartiert bzw. bis zur rechtskräftigen Bewilligung des Neubauprojekts. Gehen Einsprachen gegen das Projekt ein, kann das Mietverhältnis verlängert werden.

Bereits zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 diente das Waldheim als Unterkunft für Asylsuchende. Nach anfänglichen Widerständen und einer Beschwerde, die zurückgezogen wurde, zeigte sich gemäss der Direktion, dass die Ängste unbegründet waren.

Gemäss aktuellem Verteilschlüssel muss der Kanton Zug 1,4 Prozent aller Flüchtlinge aufnehmen. Der Bund weist den Kantonen derzeit zwischen 1000 und 1200 Flüchtlinge zu. Per Ende September 2015 lebten 1160 Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich im Kanton Zug. Die grösste Personengruppe stammt aus Eritrea.

pd/rem