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STADT ZUG: In der Migros an der Grabenstrasse gibt’s bald Päckli

Die lange Suche hat ein Ende: Die Post eröffnet im Frühling ihre Agentur in der Filiale der Migros an der Grabenstrasse. In der ehemaligen Hauptpost entstehen derweil ab November geteilte Büroräume.
Samantha Taylor
In der Migros an der Grabenstrasse können künftig Einzahlungen gemacht und Briefe abgegeben werden. (Bild: Stefan Kaiser (25. September 2017))

In der Migros an der Grabenstrasse können künftig Einzahlungen gemacht und Briefe abgegeben werden. (Bild: Stefan Kaiser (25. September 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Lange hat sich in Sachen ehemalige Hauptpost nichts getan, jetzt plötzlich geht allerhand: Wie die Post am Montag mitteilte, hat sie einerseits in der Altstadt einen Agenturpartner gefunden. Andererseits steht fest, wie das Gebäude der ehemaligen Hauptpost am Postplatz zwischengenutzt wird.

Ab Frühjahr 2018 wird ein Teil der Dienstleistungen der Post in der Migros-Filiale an der Zuger Grabenstrasse angeboten. Das Provisorium, das die Post derzeit im ehemaligen Hauptgebäude betreibt, wird aufgehoben. Kunden können dann in der Migros in der Altstadt Briefe und Pakete für das In- und Ausland aufgeben sowie Sendungen, wie etwa Pakete oder eingeschriebene Briefe, abholen. Auch Einzahlungen sind möglich, allerdings nur bargeldlos mittels einer Postfinance- oder Maestrokarte. Das Postangebot steht während der Öffnungszeiten der Migros zur Verfügung, also von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 19 Uhr und am Samstag von 8 bis 17 Uhr. Ebenfalls an der Grabenstrasse installieren wir eine Postfachanlage. Diese wird die Anlage beim Postplatz ersetzen. «Derzeit laufen Abklärungen bezüglich des Standorts und der nötigen Bewilligungen», sagt Post-Mediensprecher Markus Flückiger.

Gute Erfahrungen mit der Migros

Die Suche nach einem Agenturpartner in der Altstadt war für die Post eine ziemliche Herausforderung. Bereits seit November 2015 ist sie damit beschäftigt. Damals wurde die neue Hauptpost im Laubenhof eröffnet und jene am Postplatz geschlossen. Weshalb die Suche so lange gedauert hat, dazu äussert sich die Post nur zurückhaltend. «Für die Post stand eine kundenfreundliche Lösung im Vordergrund. Wir haben regelmässig Gespräche mit möglichen Partnern geführt», sagt Flückiger. Es sei zudem nicht das erste Mal, dass man mit der Migros eine Partnerschaft eingehe. «Wir haben bisher mit der Migros sehr gute Erfahrungen gemacht», sagt Flückiger. Seitens der Migros heisst es, dass man sich darüber freue, den Kundinnen und Kunden der Migros Grabenstrasse, aber auch der Bevölkerung von Zug Süd, eine zusätzliche Dienstleistung zu bieten.

Die Mitarbeiter der Migros werden vor der Eröffnung auf das neue Angebot geschult. Laut Flückiger werden in den ersten Tagen nach der Eröffnung auch spezialisierte Postmitarbeiter zur Unterstützung der Kunden und des Personals vor Ort sein.

Die Stadt ist nur teilweise zufrieden

Genauso lange wie die Suche nach einem Agenturpartner hat auch die Suche nach einer neuen Nutzung für das ehemalige Hauptpostgebäude gedauert. Das Haus ist ebenfalls seit November 2015 verwaist. Vor einigen Wochen ist Bewegung in die Sache gekommen, als die Post bekannt gegeben hat, dass sie nach einer geeigneten Zwischennutzung Ausschau hält. Diese hat sie nun offenbar gefunden. Ab 21. November wird für voraussichtlich zwei Jahre ein Coworking Space in dem Gebäude eingerichtet. Dabei handelt es sich um 30 flexible Arbeitsplätze im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss, die von rund 50 Personen genutzt und geteilt werden sollen. Betrieben wird das Ganze von der Zürcher Firma Office Lab AG. Das Angebot umfasst die Büroinfrastruktur sowie Service für Unternehmer vor allem aus den Sektoren Fintech, Blockchain und internationalem Handel. Man habe sich schon länger nach einem Standort in Zug umgesehen, sagt Mitinhaber Roger Krieg. «Die ehemalige Hauptpost ist ein attraktiver Standort. Wir haben auch schon erste Interessenten für Arbeitsplätze», so Krieg. Im Erdgeschoss sind zudem kulturelle Angebote vorgesehen. «Wir planen jeweils am Freitag- und Samstagabend eine öffentliche Nutzung anzubieten. Dazu laufen derzeit aber noch Abklärungen», sagt Krieg. Auch sei denkbar, dass man mit städtischen Kulturinstitutionen zusammenarbeite.

Mit dem Entscheid die Räume grösstenteils als Bürofläche zu vermieten, kommt die Post der Forderung der Stadt Zug, in dem Gebäude im Erdgeschoss eine publikumsattraktive Nutzung anzusiedeln, nur sehr bedingt nach. Stadtpräsident Dolfi Müller ist denn mit der gefundenen Lösung auch nur teilweise zufrieden. Zwar begrüsst er, dass die Agentur in der Migros an der Grabenstrasse angesiedelt wird. Hinter die Zwischennutzung macht er aber Fragezeichen. «Für eine befristete Nutzung ist dieses Konzept in Ordnung. Alles ist besser als der aktuelle Leerstand.» Für die Zeit danach müsse die Post aber ein für die Öffentlichkeit attraktiveres Angebot liefern. Müller: «Das schreibt der Bebauungsplan vor. Die Post ist hier in der Pflicht.»

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