STADT ZUG: Karin Hägi ist die höchste Stadtzugerin

Karin Hägi (SP) ist die neue Präsidentin des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug. Neuer Vizepräsident ist Hugo Halter (CVP), der in einer Kampfwahl Astrid Estermann (Alternative-CSP) ausstach.

Drucken
Teilen
Das Büro des Grossen Gemeinderates: Ratsschreiber Martin Würmli, Stimmenzähler Bruno Zimmermann, Ratspräsidentin Karin Hägi, Vizepräsident Hugo Halter und Stimmenzähler Simon Rohrer (von links). (Bild: PD)

Das Büro des Grossen Gemeinderates: Ratsschreiber Martin Würmli, Stimmenzähler Bruno Zimmermann, Ratspräsidentin Karin Hägi, Vizepräsident Hugo Halter und Stimmenzähler Simon Rohrer (von links). (Bild: PD)

Der Grosse Gemeinderat hat sich am Dreikönigstag erstmals in neuer Zusammensetzung zur konstituierenden Sitzung getroffen. Als amtsältestes Mitglied eröffnete Monika Mathers (Alternative-CSP) die Sitzung, die hauptsächlich Wahlgeschäfte beinhaltete.

Zuerst ging es ums Präsidium, in der Regel eine formelle Wahl: Denn die Vorentscheidung fällt jeweils zwei Jahre früher, bei der Wahl des Vizepräsidiums. Damals wählte der Rat Karin Hägi (SP). Jürg Messmer, SVP-Fraktionschef, stellte dieses Ritual in Frage: Die SP stellte bereits vor zwei Jahren und auch heute die kleinste Fraktion und sei daher nicht berechtigt, ein Mitglied ins «Büro» zu wählen. Das verstosse gegen die Gemeindeordnung der Stadt Zug, stellte er fest. Das Präsidium hätte schon damals der Fraktion Alternative-CSP zugestanden, die damals wie heute darauf verzichtete. Dennoch strebte keine Fraktion eine Kampfwahl an: Karin Hägi war die einzige Kandidatin fürs Präsidium und wurde mit 24 von 39 Stimmen gewählt; Astrid Estermann (Alternative-CSP) erhielt ohne Nominierung 14 Stimmen.

Vizepräsidium: Bürgerliche gewinnen Wahl

Spannender wurde es bei der Wahl ums Vizepräsidium: Turnusgemäss wäre die Fraktion Alternative-CSP an der Reihe gewesen, die Astrid Estermann als Vizepräsidentin vorschlug. Doch die bürgerlichen Fraktionen wollten kein «linkes Präsidium», auch wenn die Alternative-CSP in Erinnerung rief, dass vor acht Jahren ein «rein bürgerliches Präsidium» ohne Probleme den Rat geleitet habe. Die CVP stellte ihren Fraktionschef Hugo Halter auf. Bei der Kampfwahl obsiegte dieser mit 25 Stimmen; Astrid Estermann erhielt 14 Stimmen.

Einstimmig erfolgte die Wahl der beiden Stimmenzähler: Bruno Zimmermann (SVP, bisher) und Simon Rohrer (FDP, neu). Präsidentin, Vizepräsident und die beiden Stimmenzähler bilden zusammen mit dem Ratsschreiber, Martin Würmli, das «Büro des Grossen Gemeinderates».

Das sind die Kommissionen

Einstimmig wählte der Rat seine beiden ständigen Kommissionen:

Geschäftsprüfungskommission (GPK)

CVP: Othmar Keiser (bisher)
FDP: Eliane Birchmeier, Etienne Schumpf (beide neu)
SVP: Philip C. Brunner, zugleich als Präsident (bisher), Gregor Bruhin (neu)
Alternative-CSP: Monika Mathers (bisher)
SP: Barbara Stäheli (bisher)

Bau- und Planungskommission (BPK)

CVP: Richard Rüegg, Franz Weiss (beide bisher)
FDP: Daniel Blank (bisher), Roman Burkard, Peter Rütimann (beide neu)
SVP: Manfred Pircher, Willi Vollenweider (beide bisher)
Alternative-CSP: Suanne Giger, Ignaz Voser (beide bisher)
SP: Urs Bertschi, zugleich als Präsident (bisher), Louis Bisig (neu)

pd/rem

Karin Hägi. (Bild: Stefan Kaiser)

Karin Hägi. (Bild: Stefan Kaiser)

Ratspräsidentin Karin Hägi, Weibelin Gabriela Kottmann und Vizepräsident Hugo Halter (von links). (Bild: Stefan Kaiser)

Ratspräsidentin Karin Hägi, Weibelin Gabriela Kottmann und Vizepräsident Hugo Halter (von links). (Bild: Stefan Kaiser)

Die Stadträte André Wicki (links) und Dolfi Müller an der konstituierenden Sitzung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Stadträte André Wicki (links) und Dolfi Müller an der konstituierenden Sitzung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)