STADT ZUG: Kunsthaus: Dämpfer für die Schützenmatte

Das Richtplanverfahren für den Neubau des Kunsthauses Zug auf dem Areal der Schützenmatt-Turnhalle am See wird sistiert. Dies aufgrund des breiten Widerstands gegen diesen Standort.

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Neben der Schützenmatte (Bild) werden nun auch andere Standorte evaluiert. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Neben der Schützenmatte (Bild) werden nun auch andere Standorte evaluiert. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Zuger Regierungsrat hat entschieden, das Richtplanverfahren für den Neubau des Kunsthauses Zug auf dem Areal der Schützenmatt-Turnhalle am See vorerst auf Eis zu legen. Ausschlaggebend für diesen Entscheid war die breite Standortkritik im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung, heisst es in einer Medienmitteilung der Baudirektion Zug. Unter deren Leitung wird nun eine Arbeitsgruppe die Standortfrage nochmals evaluieren und bis im Herbst einen Vorschlag vorlegen. Gemäss dem Zuger Baudirektor Heinz Tännler ist aber der Standort Schützenmatte damit «nicht endgültig vom Tisch».

Da der Neubau des Kunsthauses auf der Schützenmatt eine Richtplananpassung voraussetzt, hat die Zuger Baudirektion im vergangenen Sommer einen raumplanerischen Bericht verfasst. Dieser hat mit rund 60 Stellungnahmen ein ausserordentlich starkes Echo ausgelöst. «Die eingegangenen Stellungnahmen sind mehrheitlich kritisch bis ablehnend», wird Tännler zitiert. Erklärtes Ziel ist es, den Standortentscheid noch dieses Jahr vom Regierungsrat zuhanden des Kantonsrates zu verabschieden.

Die Argumente der Gegner
Unter den vielfältigen Einwänden gegen den Standort Schützenmatt dominierten Argumente wie die Verdrängung bestehender Nutzungen, Verlust von öffentlichem Naherholungsraum oder problematische Gesamtwirkung gegen den See. Zudem sei wegen einem unterirdischen Regenüberlaufbecken auf dem Planungsgrundstück der verfügbare Projektperimeter eingeschränkt. Einer Studie zufolge wäre deshalb bei gleichem Raumvolumen mit grösseren Baukörpern zu rechnen, was angesichts der städtebaulich sensiblen Lage kaum Akzeptanz finden dürfte.

zim