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STADT ZUG: Lauriedhofweg wird durch Neubauten aufgefrischt

Am Lauriedhofweg werden drei Doppelmehrfamilienhäuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Dabei soll auch Wohnraum für Familien entstehen.
Samantha Taylor
Die Häuser, die ersetzt werden sollen, stammen aus dem Jahr 1950.

Die Häuser, die ersetzt werden sollen, stammen aus dem Jahr 1950.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Es ist ein beschauliches Quartier, das aufgrund der Bauweise seiner Häuser an ein Zug von früher erinnert. Die Rede ist vom Gebiet Lauried im nördlichen Teil der Stadt Zug nahe der Kantonsschule. Das Quartier erhält in den nächsten Monaten jedoch eine Auffrischung. Die Wohnbau­genossenschaft Heimat, der in diesem Gebiet sechs Doppelmehrfamilienhäuser gehören, wird drei davon abreissen und durch Neubauten ersetzen. Das entsprechende Baugesuch dazu liegt noch bis zum 8. November öffentlich beim Baudepartement der Stadt Zug auf. Betroffen vom Abriss sind insgesamt 36 Wohnungen und ihre Mieter.

Der Prozess sei schon vor längerer Zeit eingeleitet worden, sagt Genossenschaftspräsident Sepp Furrer. «Wir haben in den Jahren 2011/12 eine Studie erstellt, die sich mit unserer strategischen Immobilienplanung befasst. Diese hat uns aufgezeigt, dass eine weitere Sanierung dieser drei Gebäude nicht angezeigt ist», führt Furrer aus. Die Gebäude, die nun abgerissen werden, stammen aus dem Jahr 1950. Sie wurden letztmals 1998 renoviert. «Das Problem dieser Bauten ist einerseits, dass die Wohnungen über sehr kleine Zimmer verfügen. Andererseits fehlt ein Lift, und es ist sehr ringhörig», erklärt Furrer. Vor allem der letzte Punkt habe in den vergangenen Jahren zunehmend zu Klagen von Bewohnerinnen und Bewohnern geführt. «Dies zu beheben, ist aufgrund der Bausubstanz kaum möglich. Darum haben wir uns nach Prüfung verschiedener Varianten für einen Neubau entschieden.»

2000 Franken für eine 4,5-Zimmer-Wohnung

Entstehen werden am Lauriedhofweg nun ebenfalls drei Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude sind einerseits in einer Art L-Form im nördlichen Teil des Grundstücks angesiedelt. Im östlichen Bereich ist andererseits ein freistehendes Haus vorgesehen. Realisiert wird das Projekt vom Zürcher Architekturbüro Darlington Meier. Diese haben sich in einem Projektwettbewerb mit sieben Teilnehmern durchgesetzt. Geplant sind viergeschossige Gebäude. Die Häuser weisen damit ein Geschoss mehr auf als die heutigen Häuser. «Die Höhe verändert sich aber nicht wesentlich, da die neuen Häuser über minimal geneigte Dächer, also quasi Flachdächer, verfügen und nicht mehr über ein Giebeldach», sagt Furrer. Die Aussenwände werden mit Holzkastenelementen versehen.

Insgesamt entstehen in den Neubauten 40 Wohnungen mit einem Mix aus 2-, 2.5-, 3.5- und 4.5-Zimmer-Wohnungen. Laut dem Genossenschaftspräsidenten verfügen die kleinsten Wohnungen über rund 45 Quadratmeter, die grösste über rund 98 Quadratmeter. «Vor allem mit den grösseren Wohnungen wollen wir Familien ansprechen», sagt Furrer. Man wolle als Genossenschaft zahlbaren Wohnraum bieten. Eine 4?-Zimmer-Wohnung soll ungefähr 2000 Franken kosten. «Der genaue Betrag und auch die Höhe der zu zeichnenden Anteilsscheine, die man erwerben muss, sind noch offen.» Das hänge alles etwas von den definitiven Baukosten ab, erklärt Furrer. Die bisherigen Mieter wurden alle bereits 2015 über das Neubauvorhaben informiert. Einige kehren laut Furrer nach dem Umbau zurück. Die anderen hätten inzwischen alle eine Anschlusslösung gefunden – teilweise aufgrund des Alters in Alterswohnungen, teilweise in anderen Immobilien der Genossenschaft. «Die Wohnungen sind derzeit alle noch vermietet, allerdings mit befristeten Verträgen bis im Mai 2018», sagt Furrer. Baustart ist für Juni 2018 geplant. Für den Einzug bereit sollen die Neubauten dann im Sommer 2020 sein.

Energiezentrale für die Nachbarschaft

Zusammen mit den Neubauten realisiert die Wohnbaugenossenschaft Heimat auf dem Grundstück an der Lauriedstrasse ausserdem noch eine Energiezentrale für die Wasserwerke Zug und deren Versorgungsprojekt Circulago. Dieses sieht vor, die Gemeinde Zug und Teile von Baar mit Seewasser für das Heizen und Kühlen zu versorgen. Die Energiezentrale wird im Untergrund des nördlichen Teils des Grundstückes gebaut. Sie soll nicht nur dazu dienen, die Häuser der Genossenschaft an das System anzuschliessen, wie Furrer erklärt: «Angedacht ist, dass weitere Liegenschaften in der Umgebung an die Energiezentrale angeschlossen und dann mit Wärme aus Seewasser versorgt werden könnten. Sofern diese das wünschen.»

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