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STADT ZUG: Nachhaltigkeitskommission im Gegenwind

Die SVP-Fraktion des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug will die Nachhaltigkeitskommission aufheben. An deren Bericht stören sich auch die Liberalen.
Charly Keiser
Eine Frau schützt sich mit ihrem Schirm vor Regen und Wind. (Symbolbild Georgi Licovski (Ohrid, 30. November 2017))

Eine Frau schützt sich mit ihrem Schirm vor Regen und Wind. (Symbolbild Georgi Licovski (Ohrid, 30. November 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

An der Sitzung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug (GGR) vom letzten Dienstag war der Bericht der Nachhaltigkeitskommission Thema. Dies bei der Antwort des Stadtrats auf eine Interpellation der FDP-Fraktion vom Juni dieses Jahres.

Die Beratung gipfelte in der Motion der SVP-Fraktion, die «den Stadtrat beauftragt, die Verordnung über die Nachhaltigkeitskommission aufzuheben». Diese erfülle den ihr verordneten Zweck nicht und sei zu teuer, begründete die Volkspartei. Die Kommission generiere Kosten von 30'000 bis 40'000 Franken, wobei der einzige Output der Nachhaltigkeitsbericht sei, dessen Notwenigkeit von der SVP stark in Frage gestellt werde.

«Nicht gut investiert»

Auch die FDP-Fraktion war mit der Antwort des Stadtrats auf ihre Fragen nicht glücklich. «Mein Votum ist nicht gegen Nachhaltigkeit ausgerichtet, sondern darauf, wie die Kommission ihre ­Arbeit erledigt hat. Und das ­bemängle ich», sagte Karen Umbach im Namen ihrer Partei. Entgegen der Antwort des Stadtrats sei das Geld in den Bericht nicht gut investiert. «Hier haben wir einen Bericht, der sein Ziel komplett verfehlt hat und der uns fast 29000 Franken gekostet hat.» Umbach fragte rhetorisch: «Wo ist der Mehrwert für die Bevölkerung der Stadt Zug? Jeder – ob Baby oder Greis – hat für diesen Bericht rund einen Franken bezahlt. Für einen Bericht, der nur die Vergangenheit betrachtet und keine Zukunft aufzeigt.»

Der Massenversand eines Dutzende Seiten langen Hochglanz-Nachhaltigkeitsberichts sei weder nachhaltig noch sinnvoll, sagte Stefan Huber für die GLP und regt eine Kurzfassung an, die mit einem QR-Code versehen ist und auf die vollständige Version verweist sowie alle zwei Jahre an alle Haushalte verschickt wird.

Junge Kommission

Die Alternative/CSP nimmt die Antwort des Stadtrats zum Bericht positiv zur Kenntnis. Die Kommission sei noch jung, sagte Barbara Müller Hoteit (CSP) und strich die gute Arbeit der Kommission hervor, in der sie auch selber einsitze.

Und auch die CVP ist mit der stadträtlichen Antwort und der Kommission zufrieden. Kommissionsmitglied Isabelle Reinhart sagte: «Die Kommission sieht sich selber durchaus auch kritisch und möchte künftig neben den statistischen Daten zusätzlich gezielt Themen vertiefter betrachten und analysieren.

Stadtrat Urs Raschle spielte den Ball an die Unzufriedenen zurück: «Es sind Ihre Leute in der Kommission, denen Sie Ihre Kritik mitgeben müssen.» Raschle zeigte sich überzeugt, dass der nächste Bericht «durchaus zu positiven Diskussionen» führen werde. Er betonte: «Lassen Sie sich überraschen.»

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