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STADT ZUG: Neue Praxis beim Bahnhof eröffnet

Neben dem Bahnhof gibt es in der alten Poststelle eine neue Gruppenpraxis. Neben Hausärzten werden dort auch Spezialärzte Patienten betreuen – an 365 Tagen im Jahr.
Livio Brandenberg
Geschäftsführerin Jennie Olsson im Gespräch mit Hong Phan, dem Leitenden Arzt der Gemeinschaftspraxis. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Januar 2018))

Geschäftsführerin Jennie Olsson im Gespräch mit Hong Phan, dem Leitenden Arzt der Gemeinschaftspraxis. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 15. Januar 2018))

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Über ein Jahr waren sie leer, die Räume der ehemaligen Poststelle an der Alpenstrasse beim Bahnhof in Zug. Nun zog wieder Leben ein: Die Gruppenpraxis Arzthaus Zug öffnete ihre Türen. Die Praxis bietet an sieben Tagen pro Woche Hausarztmedizin, in dringenden Fällen auch ohne Voranmeldung an. Das Kernteam besteht aus einem leitenden Facharzt sowie einer Fachärztin für Allgemeinmedizin, einem Internisten und einem Dermatologen (Hautspezialist). Ergänzt wird das Team von einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Alle Ärzte wie auch die vier Praxisassistentinnen sind bei der 2011 gegründeten arzthaus.ch AG angestellt.

Dass die Firma arzthaus.ch, die schon vier Gruppenpraxen betreibt – zwei in Zürich, eine in Aarau und eine in St. Gallen –, die alten Posträume übernimmt, war schon länger bekannt. Nun ist auch klar, welche Leistungen in der Praxis angeboten werden. Man verstehe sich nicht als Permanence, sagt Jennie Olsson, CEO von arzthaus.ch. «Es ist vielmehr eine hausärztliche Gruppenpraxis, die zudem spezialärztliche Sprechstunden anbietet. Auch für diese lassen sich Konsultationstermine sowohl telefonisch wie online buchen.» In dringlichen, jedoch nicht lebensbedrohlichen Fällen, etwa Schnittverletzungen oder Prellungen, kann man auch ohne Anmeldung in der Praxis vorbeigehen.

Weitere Ärzte gesucht

Im Arzthaus in Zug sei es ausserdem möglich, kleine chirurgische Eingriffe vorzunehmen, ebenfalls wie in einer Hausarztpraxis üblich. «Wir haben ein Röntgengerät, ein Labor, ein EKG – wir können also ziemlich viel abklären hier. Unsere Ärzte sind ausserdem ausgebildet in der Intensivmedizin», sagt Olsson. «Zu den bestehenden werden wir noch weitere Spezialisten anstellen. Und für jene Gebiete, für die wir keine Spezialärzte im Haus haben, werden wir eng mit Spezialisten in Zug zusammenarbeiten. Es wird also einen ganz normalen Ablauf geben, wie in einer hausärztlichen Praxis üblich.» Für den Standort Zug sucht Olsson, die die Praxiskette zusammen mit ihrem Mann führt, aktuell noch einen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, eine Gynäkologin und einen Facharzt für Dermatologie und Venerologie (sexuell übertragbare Erkrankungen). Insgesamt sollen dereinst fünf bis sechs Ärzte in der Praxis tätig sein, einige Teilzeit, andere Vollzeit.

Nach Zug gekommen sei man, weil der Kanton schnell wachse und es, vor allem für neu Zugezogene, bisweilen schwierig sei, rasch einen Hausarzttermin zu erhalten. «Wir haben auch gesehen, dass viele Leute gar keinen Hausarzt haben, es also eine Nachfrage gibt in Zug», sagt Olsson. Die Arzthaus-Gruppenpraxis will darum an 365 Tagen im Jahr offen haben – durchgehend und bis in die Abendstunden hinein. «Wir entsprechen damit sowohl der zunehmend internationaleren Zuger Bevölkerung als auch den rund 30000 Arbeitspendlern», sagt CEO Olsson. «Als wir dann das Lokal in der alten Post beim Bahnhof gefunden haben, haben wir den Schritt gemacht, weil die Lage und die Räume gut zu unserem Konzept passen.

Bisher 80 000 Patienten behandelt

Einen Kundenstamm habe man allerdings noch nicht. «Wir haben ja auch keine Praxis mit Patienten übernommen. Doch wir haben schon einige Patienten, die wir übernehmen können. Und einige Leute wissen bereits, dass es uns hier jetzt gibt – das freut uns», so Geschäftsführerin Olsson. Wer vorbeikomme, könne sich den Hausarzt oder die Ärztin selbst aussuchen. Sollte dieser Arzt im Falle einer notfallmässigen Behandlung einmal nicht im Dienst sein, springe ein Kollege ein und rapportiere dann intern via elektronische Krankengeschichte.

Gegründet wurde die arzthaus.ch AG durch die heutigen Eigentümer Jennie und Martin Olsson sowie Sara und Christoph Hürlimann. Laut eigenen Angaben wurden bis Ende 2017 rund 80000 Patientinnen und Patienten behandelt und beraten.

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