STADT ZUG: Neustadt 2: Der Umbau kommt vors Volk

Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug stimmt dem Bau von 18 Alterswohnungen im Neustadt 2 zu. Ob sie aber tatsächlich gebaut werden können, entscheidet sich im Herbst.

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Für 11,97 Millionen Franken sollen im ehemaligen Schulhaus Alterswohnungen entstehen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Für 11,97 Millionen Franken sollen im ehemaligen Schulhaus Alterswohnungen entstehen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Mit 27 zu 7 Stimmen hat der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) am Dienstag einen Baukredit von 11,97 Millionen Franken beschlossen. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst, soll das Geld in den Umbau und die Erweiterung der Liegenschaft Neustadt 2 zu Alterswohnungen benutzt werden.

Das ehemalige Schulhaus soll umgebaut und aufgestockt werden und beinhaltet danach 18 altersgerechte Wohnungen. Im Erdgeschoss sollen laut Mitteilung Praxis-, Therapie- und Gewerberäume eingebaut werden. Die Liegenschaft befindet sich beim Alterszentrum Neustadt.

Die Stimmberechtigten der Stadt Zug können am 26. September über den Baukredit abstimmen.

Alterswohungen statt Schulpavillons?
Im GGR haben die hohen Kosten am meisten zu Reden gegeben, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Ziel, preisgünstige Alterswohnungen zu bauen, werde damit verfehlt, argumentierte vor allem die SVP-Fraktion. Die Fraktion Alternative-CSP räumte zwar ein, dass die Erstellungskosten hoch seien, dieser Wohnraum werde aber nach Jahrzehnten zum günstigen zählen, da er der Spekulation entzogen werde.

Wenig Verständnis zeigte die SVP dafür, dass in der Herti Schulpavillons erstellt werden sollen, wo es doch Platz im ehemaligen Schulhaus Neustadt hätte. Die anderen Fraktionen machten jedoch geltend, dass die Nachfrage nach Alterswohnungen einem grossen Bedürfnis entspreche. Aus logistischen und planerischen Gründen mache es auch keinen Sinn, die Schüler von der Herti ins Neustadt zu transportieren.

Modulpavillons für 3,25 Millionen
Um den steigenden Schülerzahlen in Zug West den notwendigen Schulraum bereitzustellen, bewilligte der GGR für den Bau von zwei Modulbauten mit 32 zu 4 Stimmen einen Kredit von 3,25 Millionen Franken, teilt die Stadt Zug mit. Darin wird es Platz für acht Schulzimmer haben.

Die Schülerzahlen in Zug West haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen, für drei Klassen müssen daher bis zum Bezug der Pavillons Ende 2010 Übergangslösungen bereitgestellt werden. Diese Eile sorgte im Rat für Ärger: Schon vor Jahren habe die Fraktion Alternative-CSP darauf aufmerksam gemacht, dass es in Zug West für die Schulkinder eng werden könne, hielt Patrik Steinle dem Stadtrat vor.

ana

Einen Artikel zum Thema finden Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.