Stadt Zug
Nun gehts mit der «eZug-App» weiter in Richtung Smart City

Die Stadt Zug bietet mit der eZug-App eine neue, mobile eGovernment-Lösung, ein ergänzendes Onlineangebot für alle Einwohnerinnen und Einwohner.

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(haz) Mit der am Freitag, 22. Januar, an einer Medienkonferenz vorgestellten eZug-App können sich Nutzer rund um die Uhr online gegenüber städtischen Behörden identifizieren, offizielle Dokumente anfordern und diese in der eZug-App auf dem Mobiltelefon empfangen, sicher verwahren oder direkt weiterleiten. Mit einem kantonalen Zuglogin lässt sich die bereits bestätigte Identität direkt in die eZug-App übernehmen. Behördenprozesse lassen sich so, auch ohne Besuch im Stadthaus, rechtsgültig digital abwickeln. Ein Versand von Dokumenten per Post oder E-Mail entfällt.

Stadtrat André Wicki, Vorsteher des Finanzdepartements lässt sich in der Medienmitteilung zur App-Vorstellung so zitieren: «Schon heute sind mehr als 80 Prozent der Internet-Nutzerinnen und Nutzer mit dem Smartphone online, und drei von vier Personen nutzen das Internet im Kontakt mit den Behörden. Aus diesem Verhalten entsteht eine Erwartung: Auch im Umgang mit den Behörden erwarten unsere Kundinnen und Kunden digitale Dienstleistungen, die ihnen rund um die Uhr zur Verfügung stehen und auf die sie von überall zugreifen können. Genau dies bietet die eZug-App. Selbstverständlich kann man alle Dienstleistungen nach wie vor bei uns im Stadthaus beziehen. Wir sind hybrid unterwegs!»

Digitale Identität mit Zuglogin verknüpft

Die digitale Identität für die eZug-Nutzerinnen und -Nutzer basiert auf der kantonalen Lösung Zuglogin. Wer schon heute ein Zuglogin hat, in der Stadt Zug sind dies rund 4000 Personen, kann seine dort registrierten Daten in die eZug-App übernehmen und sich anschliessend rechtsgültig gegenüber Behörden oder Dritten digital ausweisen. Dabei haben die Nutzenden die volle Kontrolle, mit wem sie welche Daten teilen möchten, indem sie der Übermittlung jedes Mal ausdrücklich zustimmen.

Neue Nutzerinnen und Nutzer können Zuglogin ab sofort in der Bibliothek Zug und am Empfang im Stadthauses aktivieren. Bisher war dies nur brieflich über den Kanton möglich. Download, Registrierung und Verwendung der eZug-App sind kostenlos. Gewisse angebotene Dienstleistungen sind jedoch kostenpflichtig und werden im Bestellprozess per Kreditkare, Twint oder Postcard direkt in der App bezahlt. Stadtpräsident Karl Kobelt: «Die Lancierung von eZug zeigt, dass wir die Umsetzung unserer Smart-City-Strategie zügig vorantreiben. Mit eZug legen wir einen wichtigen Grundstein für weitere geplante E-Government-Anwendungen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kanton Zug unterstreicht unser Bestreben, unseren Einwohnerinnen und Einwohnern sichere und benutzerfreundliche Behördendienstleistungen anzubieten, bei denen der Schutz von persönlichen Daten höchste Priorität hat.»

Laufender Ausbau der Anwendungen

Aktuell lassen sich personalisierte Dokumente der Einwohnerkontrolle (Handlungsfähigkeitszeugnis, Heimatausweis, Leumundszeugnis, Wohnsitzbescheinigung) und des Betreibungsamts (Betreibungsauszug) bestellen. Im Sommer dieses Jahres erfolgt die Integration eines Elternportals für die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrpersonen der Stadtschulen, der Musikschule sowie der schulergänzenden Betreuung. Weitere zukünftige Anwendungen fokussieren auf Parkbewilligungen für Anwohnerinnen und Anwohner, den Bibliotheksausweis, die Bewilligung für Veranstaltungen, das Saalreservationssystem oder die Anmeldung auf der städtischen Mitwirkungsplattform.

Kernstück von eZug ist die von der Schweizer Procivis AG entwickelte und vom Kanton Schaffhausen bereits seit 2018 erfolgreich eingesetzte «eID+»-Technologie. Procivis ist ein führender Anbieter von eGovernment-Lösungen und unterstützt Behörden beim Erbringen vertrauenswürdiger Online-Dienstleistungen.

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