STADT ZUG: «Park-Tower»: Zug setzt Schiedsgericht ein

Der Zuger Stadtrat ist mit Hochdruck daran, eine Lösung für den obersten Stock des Park-Towers zu finden. Wegen unterschiedlichen Meinungen setzen die Stadt und die Peikert Immobilien AG ein Schiedsgericht ein.

Drucken
Teilen
Die Fassade des Parktowers in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Fassade des Parktowers in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Vereinbart war, dass die oberste Etage des Park Towers beim Bahnhof, das neu höchste Gebäude der Stadt Zug, für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Dies hatte die Stadt Zug mit der Bauherrin, der Peikert Immobilien AG, aufgrund des Bebauungsplanes ausgemacht. Trotz mehrerer Verhandlungen hätten die Meinungsverschiedenheiten über das Betriebskonzept dieses Raums jedoch nicht aus der Welt geschafft werden können.

Wie aus der Medienmitteilung der Stadt Zug weiter hervorgeht, hat der Stadtrat am Dienstag deshalb die Einsetzung eines Schiedsgerichts beschlossen. Beide Parteien würden je eine Fachperson als Schiedsrichter stellen. Als Präsident dieses Dreiergerichts sei eine weitere fachkundige Person vorgesehen. «Der Entscheid des Schiedsgerichts ist endgültig, es kann keine Klage erhoben werden», sagt Karl Kobelt, Vorsteher des Finanzdepartements.

Das Oberste Geschoss des Park Towers soll zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Das Bild zeigt die grandiose Aussicht des Towers. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
22 Bilder
Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ
Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ
Die Gipfelhöhe von 81 Metern ist erreicht. Der Park-Tower, der ab nächstem Frühling bezogen werden kann, ist im Prinzip schon jetzt das höchste Gebäude im Kanton Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Das als «exklusiv» beworbene Gebäude mit «hochwertigen Materialien» und in der Tat noblen Kaufpreisen wird in Sachen Fassade komplett aus dem Ausland bestückt. Genauer gesagt aus China. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
In der Regel schaut Kranführer Peter Linhart konzentriert nach unten - auf die Park-Tower- Baustelle. Für den Fotografen macht er eine Ausnahme. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Jede Woche ein Stockwerk höher: Parktower beim Bahnhof Zug am 18. April 2013. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Blick auf die Baustelle des Parktowers. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Diese Woche wurden beim Park-Tower der Kern des 20. Stockwerkes und die Aussendecke des 17. Obergeschosses betoniert. Kranführer Peter Linhart bei seinem Arbeitsplatz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
18. April 2013: In grossen Schritten geht es vorwärts. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Parktower am 31. Januar 2013. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
24. August 2012: Unterirdisch entsteht eine riesiges Tiefgarage... (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
... die derzeit betoniert wird. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Baustelle am 15. Mai 2012. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Baustelle am 15. Mai 2012. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Baubeginn am 7. März 2012. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Baubeginn am 7. März 2012. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
So soll das höchste Gebäude des Kantons Zug dereinst aussehen. (Bild: PD)
Bild: PD
Bild: PD
Bild: PD
So soll das höchste Gebäude des Kantons Zug in der Nacht dereinst aussehen. (Bild: PD)

Das Oberste Geschoss des Park Towers soll zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden. Das Bild zeigt die grandiose Aussicht des Towers. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Kompromiss als Provisorium

Bis zum Entscheid trete ein provisorisches Betriebsreglement in Kraft, heisst es weiter. Dieses entspricht einem Kompromiss der beiden Verhandlungsparteien und sieht unter anderem vor, dass der Gesellschaftsraum an Wochentagen einschliesslich samstags von 10 bis 22 Uhr für die Bevölkerung zugänglich ist und für Gruppen reserviert werden kann. Der Inhalt des provisorischen Reglements hätte keinerlei präjudizierende Wirkung.

Die Schiedsvereinbarung ist nun durch beide Parteien zu unterzeichnen und die definitive Zusage der vorgesehen Schiedsrichter einzuholen. Diese nächsten Schritte seien noch im Gang, der Stadtrat könne gegenwärtig keine weitergehenden Informationen abgeben. Die Ergebnisse würden im Sommer 2014 erwartet, schreibt die Stadt abschliessend.

pd/kst