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STADT ZUG: Prinz Theo I. übernimmt das Zepter

Die Letzibuzäli eröffnen im Theater Casino die Zuger Fasnacht mit der Inthronisation von Prinz Theo I. Iten. Sein Motto verspricht lange Nächte.
Martin Mühlebach
Beobachtet von Prinzessin Regula Iten (links), schlägt Zeremonienmeister Jürg Messmer Theo I. zum Prinzen. (Bild: Charly Keiser (Zug, 6. Januar 2018))

Beobachtet von Prinzessin Regula Iten (links), schlägt Zeremonienmeister Jürg Messmer Theo I. zum Prinzen. (Bild: Charly Keiser (Zug, 6. Januar 2018))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Der grosse Saal im festlich dekorierten Theater Casino Zug war am Samstag fast bis auf den letzten Platz belegt, als der Zunftmeister der Letzibuzäli Richi Rüegg den noch amtierenden Prinzen Jérôme I. Marcolin und seine Prinzessinnen Manuela und Nathalie auf die Bühne beorderte. Prinz Jérôme I., der seine Insignien ablegen musste, beklagte sich: «Wegen der frühen Inthronisation meines Nachfolgers werde ich betrogen. Meine Amtszeit dauerte nur 343 Tage. Ich würde das Zepter gerne noch behalten.»

Richi Rüegg kannte jedoch keine Gnade. Unter Trommelwirbel und mit tosendem Applaus des Publikums betraten der designierte Prinz Theo I. Iten und seine Prinzessinnen Regula und Trix die Bühne. Der Zeremonius Jürg Messmer entlockte Theo I. einige Geheimnisse. So war zu erfahren, dass der Zuger Bauer lieber sauren Most als Champagner trinkt, dass er dem FFZ-Löschzug Zugerberg angehört, dass er seine Frau an einem Theater in Allenwinden kennengelernt hat und dass er nicht musikalisch ist. Theo I. nahm die Befragung gelassen hin und bemerkte: «Ich kann gut zuhören.» Als Symbol über die Herrschaft des Letzibuzäli-Volkes empfing er die Insignien der Macht, ehe Richi Rüegg den auf einem weichen Kissen knienden Theo I. Iten mit einem sanften Schwertschlag zum Prinzen 2018 schlug. Theo I. gestand: «Ich habe grossen Respekt vor meinem Amt, aber ich freue mich. Die Fasnacht ist für uns Menschen eine gute Zeit, um den Alltag hinter sich zu lassen und das Leben zu geniessen.» Dass er das Leben als Letzibuzäli-Prinz voll und vor allem auch bis in die frühen Morgenstunden geniessen will, bekräftigte er mit seinem Motto: «Jetzt näme mer no eis.»

Markige Worte von Michael Elsener

Der Zuger Comedian Michael Elsener beglückte das Publikum nach der feierlichen Inthronisation mit einem umwerfenden Show-Act. An Theo I. gewandt, meinte er: «Du darfst noch eine Schippe zulegen.» Das empfahl Elsener auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit der Feststellung: «Er scheint seine Worte in seinen Mundwinkeln zu suchen.» Michael Elsener nahm daraufhin die Printmedien sowie das Radio und Fernsehen aufs Korn, ehe er eine Reihe Schweizer Prominenz wie etwa Christa Rigozzi, Hausi Leutenegger oder Jean Ziegler gekonnt parodierte. Als er am Ende seines Auftritts feststellte: «Das grösste Problem der Schweiz ist Roger Köppel», brandete frenetischer Applaus auf. Während aus der Casino-Küche ein feines Essen aufgetragen wurde, nahmen Prinz Theo I. und seine Prinzessinnen unzählige Huldigungen entgegen. Besonders zu gefallen vermochte die Huldigung seiner Hofnachbarn, die sich als Kühe verkleidet einen Weg durchs Publikum bahnten, ehe sie dem Prinzen und seinem Hofstaat die Ehre erwiesen. Eindrücklich war auch der Auftritt der Zuger Trychler, die mit urchig-rhythmischen musikalischen Klängen für Furore sorgten.

Ein durch und durch stimmiger Abend

Die Organisatoren der Inthronisation des Letzibuzäli-Prinzen können auf einen gelungenen Abend blicken. Zunftmeister Richi Rüegg und der Zeremonius Jürg Messmer vermochten dabei ebenso zu überzeugen wie Michael Elsener und die unentwegt fegende Guggalla-Guggenmusig aus Steinhausen. Ihre Schlagerhits aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts gefielen vor allem dem älteren Publikum. Gemäss dem Motto des Prinzen Theo I. Iten wurde das Leben bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig genossen.

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