Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STADT ZUG: Raiffeisen Zug zieht in den Bahnhof

Weil nur noch ein kleiner Teil der Kunden die Schalterhalle an der Bahnhofstrasse aufsucht, zieht die Raiffeisenbank Zug im nächsten Frühling in den Zuger Bahnhof. Wie die neue Filiale genau aussehen wird, ist jedoch noch nicht klar.
Die Raiffeisenbank Zug wird im Frühling 2019 Räume im zweiten Stock des Bahnhofs beziehen (ganze Etage über dem SBB-Schriftzug). (Bild: Werner Schelbert / Zuger Zeitung)

Die Raiffeisenbank Zug wird im Frühling 2019 Räume im zweiten Stock des Bahnhofs beziehen (ganze Etage über dem SBB-Schriftzug). (Bild: Werner Schelbert / Zuger Zeitung)

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Am 1. Juni 2005 eröffnete die Raiffeisenbank Zug ihre Geschäftsstelle an der Bahnhofstrasse in Zug – direkt neben dem «Platzhirsch», der Zuger Kantonalbank. Diese unmittelbare Nachbarschaft wird jedoch schon bald der Vergangenheit angehören. Denn die Raiffeisen Zug zieht von der Bahnhofstrasse in den Zuger Bahnhof, wie Matthias Brunner, Vorsitzender der Bankleitung, auf Anfrage bestätigt.

Ihre neue Filiale wird die Bank dort auf dem zweiten Stock beziehen. Die rund 200 Quadratmeter grossen Räumlichkeiten mit Blick auf den Bahnhofplatz, die momentan leerstehen, müssen laut Brunner zuerst aber noch umgebaut werden. «Die neuen Räume werden wir frühestens im Frühjahr 2019 beziehen», so der Vorsitzende der Bankleitung.

Klassische Schalterhalle wird es nicht mehr geben

Wie ist es zu diesem Entscheid gekommen, die prominente Lage an der Bahnhofstrasse aufzugeben? «Bei der Raiffeisenbank Zug verzichten heute 87 Prozent der Kundinnen und Kunden auf Schaltertransaktionen, das heisst, sie besuchen die Schalterhallen gar nicht mehr, sondern erledigen ihre alltäglichen Bankgeschäfte vor allem via E-Banking», sagt Brunner. Im Gegenzug steige die Nachfrage nach persönlichen Kontakten, nach Beratung, gerade bei komplexen finanziellen Belangen. «Diesem veränderten Kundenverhalten müssen sich sämtliche traditionellen Banken, so auch wir, stellen.»

Die Raiffeisenbank Zug mit den Standorten in Baar, Zug und Walchwil habe darum reagiert und eine Strategie entwickelt, die den erwähnten Veränderungen Rechnung trage. Im Fokus dieser Strategie steht dabei laut Brunner die «kundenorientierte Beraterbank» anstelle der dominierenden Schalterhallen für Bartransaktionen. Die grossen, meist wenig besuchten Hallen seien ökonomisch und ökologisch überholt, da man sie beispielsweise auch heizen müsse. «Aus diesen Gründen ziehen wir von der Zuger Bahnhofstrasse ins Bahnhofgebäude.»

Der Bahnhof sei in Zug der zentrale Punkt geworden, so Brunner. Laut SBB würden hier täglich 66'000 Personenbewegungen registriert. «Darum werden wir am neuen Standort auch Dienstleistungen und Beratungen von 7 Uhr morgens bis um 19 Uhr abends anbieten. Die Bank kommt den Kunden also im wahrsten Sinne entgegen.» Eine klassische Schalterhalle werde es im Bahnhof aber nicht mehr geben. Mit dieser Umstellung sei man «der Konkurrenz einen Schritt voraus», ist Brunner überzeugt.

Wie die Filiale im Detail aussehen wird, kann der Raiffeisen-Vorsitzende aber noch nicht sagen. «Zurzeit läuft ein Projektwettbewerb. Die Jury wird die eingereichten Projekte Anfang Juli bewerten und sich entscheiden.» Sicher sei aber, dass es weiterhin einen Empfang geben werde sowie die Möglichkeit, sich zurückzuziehen für ein Beratungsgespräch, sagt Brunner. «Klappt alles wie vorgesehen, dann sollte mit den Umbauarbeiten im Oktober dieses Jahres begonnen werden können.» Vom Umzug betroffen sind fünf fix an der Bahnhofstrasse stationierte Kundenberater; zwei Fachspezialisten hätten auch regelmässig im dortigen Büro gearbeitet, doch diese seien auch oft unterwegs gewesen.

Brunner betont, dass man sich mit dem Umzug keineswegs aus der Stadt Zug verabschiede. Man schliesse keinen Standort, man ziehe einfach um.

Bargeld künftig aus dem Automaten

Neben Beratungen soll es in der neuen Raiffeisen-Filiale im Bahnhof auch weiter möglich sein, ein Konto zu eröffnen. Die Bargeldversorgung wird die Bank in Zug gemäss Brunner allerdings künftig über Automaten und die beiden Standorte Baar und Walchwil sicherstellen.

Mit dem bisherigen Vermieter an der Bahnhofstrasse, der Familie Bernold, habe man nach wie vor ein gutes Verhältnis, sagt Brunner. «Wir werden ja auch noch sicher bis mindestens im Frühling des kommenden Jahres an diesem Standort bleiben.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.