STADT ZUG: Regierung genehmigt die neue Ortsplanung

Der Regierungsrat des Kantons Zug hat die neue Ortsplanung der Stadt Zug genehmigt. Gleichzeitig hat er über acht Verwaltungsbeschwerden entschieden, die gegen Regelungen von Zonenplan und Bauordnung gerichtet waren.

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Die neue Ortsplanung lenkt die bauliche Entwicklung der Stadt Zug. (Bild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Die neue Ortsplanung lenkt die bauliche Entwicklung der Stadt Zug. (Bild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Mit Beschluss vom 22. Juni 2010 hat der Zuger Regierungsrat die Bauordnung, den Zonenplan und den sogenannten Gefahrenzonenplan der Stadt Zug genehmigt. Wie die Zuger Baudirektion am Montag mitteilte, sind diese Elemente der Stadtplanung für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer unmittelbar verbindlich. Das Amt für Raumplanung hat kraft seiner Zuständigkeit gleichzeitig den Richtplan der Stadt Zug genehmigt. Das neue Planwerk ersetzt die Ortsplanung aus dem Jahr 1994. Die Stadt Zug verfügt nun über Instrumente, um ihre bauliche Entwicklung für die nächsten 10 bis 15 Jahre lenken zu können.

Beschwerden teilweise gutgeheissen
Ortsplanungen sind häufig konfliktreich. In allen Einwohnergemeinden des Kantons Zug ist es bisher zu Beschwerdeverfahren gekommen, so auch in der Stadt Zug. Der Regierungsrat hat sich mit insgesamt acht Verwaltungsbeschwerden befasst, die gegen einzelne Punkte der Ortsplanung gerichtet waren. Er hat die Beschwerden teilweise gutgeheissen.

Die beiden benachbarten Areale des Stierenmarktes und der Erbengemeinschaft Oesch verbleiben vorerst in jener Zone, in der sie bis heute gelegen haben. Dasselbe gilt für ein Areal beim Friedhof Waldheim und eines auf dem Rötelberg sowie jenes östlich des Bahnhofs Zug mitsamt dem Ökihof. In allen diesen Fällen hat der Regierungsrat die Stadt Zug beauftragt, die Planung nochmals zu überdenken und innert zwei Jahren – im Falle des Areals östlich des Bahnhofs Zug innert fünf Jahren – neue Beschlüsse zu fassen.

Alle Ortsplanrevisionen abgeschlossen
Die neue Stadtplanung wird voraussichtlich nach der 30 Tage dauernden Auflage der Resultate im August 2010 in Kraft treten. Damit verfügen dann alle 11 Einwohnergemeinden des Kantons Zug über aktualisierte Ortsplanungen, die sich im Rahmen des kantonalen Richtplans bewegen.

zim