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STADT ZUG: Stadion des EV Zug hat ein Problem mit dem Kältesystem

Der Ausfall von zwei Wärmetauschern in der Bossard-Arena stellt die Stadt Zug vor ein Rätsel. Zur Diskussion stehen ein temporäres Eisfeld sowie eine Umstellung auf Kühlung mittels Ammoniak.
Die Bossard-Arena mit dem Hochhaus Uptown. (Bild Stefan Kaiser)

Die Bossard-Arena mit dem Hochhaus Uptown. (Bild Stefan Kaiser)

Im Oktober 2015 zeigte sich an einem Wärmetauscher in der Bossard-Arena eine undichte Stelle. Das defekte Gerät wurde ersetzt. Ein baugleicher zweiter Wärmetauscher wurde zum selben Zeitpunkt vorsorglich ebenfalls ausgetauscht. Ein weiterer wurde im April 2016 undicht, wie die Stadt Zug am Dienstag mitteilt. Aufgrund dieses Schadenfalls musste die Wärmeerzeugung für die Wohnungen vorübergehend über mobile Provisorien sichergestellt werden.

Nach den beiden Vorfällen, deren Kosten von der Versicherung übernommen wurden, hat die Stadt Zug eine Risikoanalyse vornehmen lassen. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Warum bereits zwei Geräte kurz nach Ablauf der Garantiefrist undicht wurden, bleibt vorerst unklar. Die Risikoanalyse empfiehlt, auch die restlichen fünf Wärmetauscher vorsorglich zu ersetzen.

Wärmetauscher wechseln

Zwei davon sollten aufgrund der Analyse sofort ausgetauscht werden. Bei einem Defekt käme sonst die Kälteproduktion für mehrere Wochen zum Erliegen. Ein Ausfall während der Eishockey-Meisterschaft, die am 9. September beginnt, hätte für den EVZ fatale Konsequenzen. Ein Ersatz der fünf Wärmetauscher verursacht Kosten in der Grössenordnung von 420'000 Franken. Inwieweit die Stadt Zug diese zu tragen hat, ist Gegenstand der laufenden Abklärungen.

Eis-Produktion startet am 1. August

Neben den Kosten sind vor allem die zeitlichen Rahmenbedingungen problematisch. Die Herstellung, Montage und Inbetriebnahme der Wärmetauscher nimmt rund drei bis vier Monate in Anspruch. Die Gruppenphase der Champions Hockey League 2016/17 mit Beteiligung des EVZ beginnt am 16. August. Die Eisproduktion muss also spätestens am 1. August starten, damit das Eisfeld in der Bossard Arena rund zehn Tage später bereit ist. Aus zeitlichen Gründen kann deshalb ein Ersatz der Wärmetauscher vor dem Start der Eishockey-Saison nicht mehr erfolgen.

Die Stadt Zug wie auch die Kunsteisbahn Zug AG wollen kein Risiko eingehen. Zwei Lösungen bieten sich an: Ein provisorisches Eisfeld in der Bossard Arena oder eine vorübergehende Umstellung des Ammoniak/CO2-Kältesystems auf einen reinen Ammoniak-Betrieb.

Provisorisches Eisfeld?

Ein provisorisches Eisfeld für die Eishockey-Saison 2016/17 kostet 300'000 Franken. Eine solche Anlage kann vier Wochen nach der Bestellung in Betrieb genommen werden. Dies bedingt jedoch Anpassungen bei der bestehenden Infrastruktur. So müssen u.a. die Banden am Eisfeldrand für das Verlegen der Leitungen um drei Zentimeter angehoben werden.

Wenn die bestehende Anlage vorübergehend für ein Jahr auf einen reinen Ammoniak-Betrieb umgestellt wird, entstehen Kosten rund 70'000 Franken. Die entsprechenden Arbeiten dauern rund zwei Wochen. Bis spätestens Ende Juni nimmt die Stadt eine Risikoabschätzung. So oder so: Beide Lösungen sichern die Eisproduktion für die ganze Eishockey-Saison.

pd/rem

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