STADT ZUG: Stadtrat sistiert Baupläne für Gimenenquartier

Der Stadtrat hat die Quartierentwicklung Gimenen auf Eis gelegt – obwohl damit Millionen für den sozialen Wohnungsbau realisiert werden könnten.

Charly Keiser
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Diese Wiese in der Gimenen gehört der Stadt und ist bei der letzten Ortsplanungsrevision eingezont worden. (Bild Werner Schelbert)

Diese Wiese in der Gimenen gehört der Stadt und ist bei der letzten Ortsplanungsrevision eingezont worden. (Bild Werner Schelbert)

Am Zuger Hang – im Gimenenquartier – sollen auf einem stadteigenen Grundstück weitere Einfamilienhäuser entstehen. Dies hat das Volk im Rahmen der Ortsplanungsrevision so entschieden. Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Landes sollen preisgünstige Wohnungen anderswo in der Stadt quersubventioniert werden.

Doch mit der Umsetzung dieses Beschlusses geht es nicht vorwärts. Im Rechenschaftsbericht 2013 steht es schwarz auf weiss: Der Stadtrat hat die Quartierentwicklung Gimenen sistiert.Dabei sind offenbar schon viele Vorarbeiten geleistet worden.

«Wir haben einen sehr guten Grund für die Sistierung», sagt Stadtpräsident Dolfi Müller. Denn die Stadt sei in dieser Frage juristisch blockiert. Dies, weil die Machbarkeitsstudie ergeben habe, dass man bei der Umsetzung nicht um eine Umzonierung herumkomme. Der Grundsatz der Planbeständigkeit verbietet aber solche Umzonierungen in den nächsten Jahren, was das Verwaltungsgericht im Fall Salesianum bestätigt habe.