STADT ZUG: Steuern lassen Gewinn in die Höhe schnellen

Die Rechnung 2008 der Stadt Zug schliesst besser ab als erwartet: 20,9 Mio. Franken beträgt der Ertragsüberschuss. Dieses gute Ergebnis ist vor allem auf unerwartete Steuererträge der Vorjahre zurückzuführen.

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Blick auf die Stadt Zug. (Archivbild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Blick auf die Stadt Zug. (Archivbild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Das Ergebnis vom Vorjahr mit 32,2 Mio. Franken konnte zwar nicht getopt werden, die Laufende Rechnung 2008 schliesst jedoch besser als im Budget vorgesehen ab, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Während die Ausgaben im Budgetrahmen gehalten worden seien, sei die Prognose der Steuererträge bei der Budgetierung jeweils schwierig.

Hohe Beiträge früherer Jahre
Die Steuereinnahmen lagen bei 213,1 Mio. (Vorjahr: 209,3 Mio.) Franken. Dabei haben die Steuereinnahmen der juristischen Personen die Prognosen bestätigt: Sie waren aufgrund der Wirtschaftsentwicklung rückläufig und beliefen sich auf 82,3 Mio. Franken (Vorjahr: 98,7 Mio.) Franken, was einem Rückschlag von 17 Prozent entspricht. Das stärkere Standbein der Steuern bleiben die Erträge der natürlichen Personen: Sie betrugen 2008 117,7 Mio. Franken (102 Mio.). Allerdings sind darin überraschend hohe 25,6 Mio. Franken Erträge aus definitiven Veranlagungen früherer Jahre enthalten – wesentlich mehr als in den Vorjahren. Bei der Budgetierung dieses Postens sind jeweils nur die Anzahl Veranlagungsfälle und der Veranlagungsfaktor der Vorjahre bekannt, nicht aber die Höhe der steuerbaren Einkommen der noch nicht definitiv veranlagten Steuererklärungen.

Bedingt durch das Veranlagungssystem – die Steuern werden auf der Basis des Vorjahres bezahlt – schlagen sich die Auswirkungen der Finanzkrise noch nicht in der Rechnung 2008 nieder; sie werden in den Rechnungen 2009 und 2010 ersichtlich sein.

Ausgaben budgetkonform
Die Ausgaben liegen im Rahmen des Budgets und der Vorjahre. Rückstellungen für die Pensionskasse für die Übernahme von Lehrpersonen und für den baulichen Unterhalt belasteten die Rechnung 2007 mit 30 Mio. Franken und entfallen 2008. Dafür hat die Stadt Zug erstmals den grossen Betrag von 79,3 Mio. (Vorjahr: 18,5 Mio.) Franken in den kantonalen und nationalen Finanzausgleich entrichtet. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus: 16,3 Mio. Franken an die NFA (Nationale Finanz- und Aufgabenreform) und 63 Mio. Franken an die ZFA (Zuger Finanz- und Aufgabenreform).

scd