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STADT ZUG: Töfflifahrverbot aufgehoben – zugunsten der E-Bikes

Auf der Hertistrasse in Zug gilt bis heute ein Fahrverbot für Töffli. Nun hat die Stadt dieses Verbot aufgehoben – aber nicht etwa wegen der Mofas, sondern wegen schneller Elektrovelos.
Zurzeit stehen an der Hertistrasse noch die Schilder, die das Töfflifahrverbot signalisieren. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 30. Januar 2018))

Zurzeit stehen an der Hertistrasse noch die Schilder, die das Töfflifahrverbot signalisieren. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 30. Januar 2018))

Die Meldung im Amtsblatt kommt eher nüchtern daher. Auf der Hertistrasse sei das Verbot «für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder» umgewandelt worden in ein solches «für Motorwagen und Motorräder», steht da. Konkret: Der Zuger Stadtrat hat das Töfflifahrverbot auf der Hertistrasse nordöstlich der Bossard-Arena aufgehoben, und zwar zwischen der Aabachstrasse und der Weststrasse sowie den Zufahrtsstrassen ab der Aabachstrasse. Gegen den Entscheid kann noch bis am 19. Februar beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug Beschwerde eingereicht werden. Geschieht dies nicht, tritt die neue Regelung «mit dem Aufstellen der Signale in Kraft».

Der Grund, warum der Stadtrat das Töfflifahrverbot jetzt aufgehoben hat, sind jedoch nicht die Töffli, sondern die E-Bikes, wie Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher des Departements Soziales, Umwelt, Sicherheit, erklärt. «Bei dieser neuen Signalisation geht es darum, dass nun auch E-Bikes mit der gelben Nummer durch die Hertistrasse fahren dürfen», so Raschle. Solche Bikes gehören zur schnellsten Kategorie der Velos mit elektrischem Hilfsmotor und werden im Strassenverkehr gleich behandelt wie Motorfahrräder, sprich: Töffli. So gilt für sie in der Schweiz auch die Mofahelm-Tragepflicht. Und auf Strassen mit Mofafahrverbot dürfen sie nur mit abgestelltem Motor fahren.

Weniger Töffli, mehr E-Bikes

Da solche E-Bikes, die bis zu 45 km/h schnell fahren können, bisher durch die West- und die Aabachstrasse fahren durften, nicht aber durch die Hertistrasse, sei die alte Regelung «nicht mehr angebracht» gewesen, sagt Raschle. «Personen mit solchen E-Bikes hätten diese unterschiedlichen Regelungen kennen und sich danach richten müssen, was uns nicht sehr sinnvoll erschien.»

Überdies sei die Entwicklung im Strassenverkehr zu beachten: «Ebenfalls eine Rolle gespielt hat beim Entscheid, dass es – gerade in solchen Wohnquartieren wie in der Herti – immer mehr von diesen E-Bikes gibt, dafür deutlich weniger Töffli», sagt Raschle. Unabhängig von der neuen Regelung gilt in der Hertistrasse weiterhin Tempo 30.

Gegen die Abschaffung des Töfflifahrverbots sind laut Urs Raschle «bis jetzt aber noch keine Beschwerden eingegangen und wir erwarten auch keine, denn wir gehen davon aus, dass dies eine Verbesserung der Situa­tion ist». Doch es gebe natürlich immer auch Leute, «die das anders sehen», gibt der zuständige Stadtrat zu bedenken.

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

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