Stadt Zug
Viele Fragen zur Zukunft der Schule Guthirt bleiben offen

Vier Gemeinderäte haben einen Vorstoss an den Stadtrat gerichtet, denn es ist klar: Langfristig muss ein neues Schulhaus her. Für die schulergänzende Betreuung gibt es bereits kurzfristige Lösungen.

Fabian Gubser
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Der Pausenplatz des Schulhauses Guthirt Zug.

Der Pausenplatz des Schulhauses Guthirt Zug.

Stefan Kaiser (Stadt Zug, 3. Juli 2019)

An vielen Stadtzuger Schulen ist die Platznot gross. Das geht aus dem Schulplanungsbericht von 2019 hervor. So auch bei der Schulanlage Guthirt: Sie ist aktuell vollständig belegt und verfügt über keine Platzreserven. Bauchefin Eliane Birchmeier sprach gegenüber unserer Zeitung von einem «Sorgenkind», da die Schule von Gebäuden eingekesselt und eine Erweiterung auf dem Areal deshalb nicht möglich sei.

Zu diesem Thema reichten im Grossen Gemeinderat kürzlich vier Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus dem Guthirt-Quartier eine Interpellation ein: Barbara Gysel (SP), Christoph Iten (CVP), Michèle Willimann (ALG) und Etienne Schlumpf (FDP). Insbesondere störten sie sich daran, dass im Quartier 57 Kinder auf der Warteliste für schulergänzende Betreuung stehen würden. In ihrem Vorstoss fordern die Schreibenden «neben schönen Worten dringend konkrete Taten».

Wie das Bildungsdepartement auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, stehen auf der Warteliste aktuell 62 Kinder. Am stärksten gefragt sei der Donnerstagnachmittag, für den zurzeit 30 Plätze fehlen. Die Warteliste zähle auch jene Kinder dazu, die die gewünschten Module nur teilweise erhalten hätten.

Das Grundstück am Lüssiweg ist wieder eine Option

Nun liegen die Antworten des Stadtrats vor. Er präsentiert zusammen mit den involvierten Behörden eine dreistufige Strategie, um mehr Platz für Schulräume zu schaffen.

Zu den kurzfristigen Massnahmen gehört Folgendes: Für die schulergänzende Betreuung (SEB) werde der «Aufbau von zwei weiteren Gruppen in den Räumlichkeiten der benachbarten katholischen Kirchgemeinde geprüft». Ziel sei ein Start im kommenden Schuljahr. Damit könne der Bedarf der SEB vollständig abgedeckt werden. Zudem soll die ehemalige Hauswartwohnung umgenutzt werden. Diese steht ab dem Schuljahr 2022/23 zur Verfügung. Die Planung habe begonnen.

Weiter werde aktuell geprüft, ob sich das städtische Grundstück am Lüssiweg als Schulerweiterung mit Turnhalle anbietet – mittelfristig. «Ursprünglich war der Standort einmal für die Heilpädagogische Schule vorgesehen. Da diese jedoch auf dem heutigen Areal Maria Opferung verbleibt, steht das Grundstück wieder zur Verfügung», heisst es dazu in der Antwort des Stadtrats. Die Resultate einer Machbarkeitsstudie sollen diesen Sommer vorliegen.

Standort für neues Schulhaus gesucht

Langfristig, ab 2035, brauchte man ein neues Schulhaus inklusive Turnhalle: «Als neuen Schulstandort bieten sich verschiedene Optionen an, sowohl Parzellen im Eigentum der Stadt (Ahornpark, Schleifepark, Göbli) wie auch Grundstücke in privater Hand im Raum Göbli.» Ergebnisse einer Arbeitsgruppe sollen demnächst präsentiert werden. Für die Turnhalle käme auch das benachbarte GIBZ-Areal in Frage.

Noch ist also vieles unklar, was die Zukunft der Schule Guthirt anbelangt.