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Stadt Zug: Weitere Baustellen werden aufgelöst

Die Projekte Vorflutleitung und Circulago gehen zurzeit Hand in Hand. Bis Ende Woche werden die Arbeiten an zwei Kreuzungen entlang der Industriestrasse beendet. Trotz Fortschritten kommt es bei beiden Vorhaben zu Verzögerungen.
Laura Sibold
Baustellen der Projekte Cirgulago und Vorflutleitung können laufend aufgelöst werden. Durch den Abschluss der Arbeiten an der Flora- und Mattenstrasse muss die Buslinie 4 nicht mehr via Baarerstrasse umgeleitet werden. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 12.Oktober 2017))

Baustellen der Projekte Cirgulago und Vorflutleitung können laufend aufgelöst werden. Durch den Abschluss der Arbeiten an der Flora- und Mattenstrasse muss die Buslinie 4 nicht mehr via Baarerstrasse umgeleitet werden. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 12.Oktober 2017))

Man sei auf Kurs, wenn auch nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. So lautet das Fazit von Stadtingenieur Jascha Hager zur Vorflutleitung Zugersee, die dereinst als Hauptschlagader der Stadtentwässerung dienen soll. Die Vorflutleitung sei seit einigen Monaten bereit, der letzte Durchstich habe bereits im April stattgefunden. Dennoch sind viele Schächte noch offen und die Leitung soll statt im Februar voraussichtlich erst im April 2019 in Betrieb genommen werden. Woher rührt die Verzögerung?

Zu tun hat dies mit dem Wärme- und Kältenetz Cirulago, das die WWZ AG gleichzeitig mit der Vorflutleitung umsetzen. Diverse Baustellen werden gemeinsam betrieben, weil sich die WWZ-Leitungen mit der Streckenführung der Vorflutleitung decken.

Beim Metalli wird bis 2019 kräftig gebaut

Im Verlauf des Jahres haben sich laut Baudepartement immer wieder Anpassungen herauskristallisiert, die in den Planungsgrundlagen noch nicht so enthalten waren. So könne die WWZ zurzeit immer noch neue Kunden gewinnen, welche einen Anschluss ans Netz wünschen. Dementsprechen bleiben auch die Baustellen länger offen. Man habe Verständnis für die Anpassungen der WWZ und tausche sich regelmässig aus, betont Jascha Hager. Die Zusammenarbeit führt aber auch dazu, dass gewisse Arbeiten der Vorflutleitung mit Verzug durchgeführt werden. Ein Seitenanschluss in der Metallstrasse, der bereits im Dezember vorgesehen war, kann nun erst rund vier Monate später erfolgen. Dies, weil die WWZ Anfang Jahr eine Leitung von der Gotthardstrasse zur Überbauung Metalli ziehen will. «Es macht verkehrstechnisch wenig Sinn, gleichzeitig zwei Baustellen rund ums Metalli zu betreiben», begründet Hager den Entscheid.

«Es macht verkehrstechnisch wenig Sinn, gleichzeitig zwei Baustellen rund ums Metalli zu betreiben», sagt Stadtingenieur Jascha Hager.

Bis Ende Woche aufgelöst werden laut Baudepartement die Baustellen an der Flora- und der Mattenstrasse. Auch an der Mattenstrasse haben die Arbeiten länger gedauert, weil die WWZ noch zwei Leitungen zur Quartierzentrale Lauriedhofweg legen musste. Durch den Abschluss der Arbeiten an der Flora- und Mattenstrasse muss die Buslinie 4 nicht mehr via Baarerstrasse umgeleitet werden. Ab Sonntag verkehrt der 4er-Bus wieder regulär via Industriestrasse und bedient auch die Haltestelle Bleichi wieder, wie die ZVB auf Nachfrage bestätigen.

Microtunneling ist bereits abgeschlossen

Zum WWZ-Projekt Cirulago, welches künftig Zug und Baar Süd CO2-neutral mit Kälte und Wärme aus dem Zugersee versorgen soll, äussert sich Robert Watts, Mediensprecher von der WWZ. «Im Schacht Aabach starten wir nächste Woche mit dem Innenausbau. Ende Februar/Anfang März soll dort dann auch mit dem Bau des Kreisels inklusive Umgebungsarbeiten begonnen werden.» Mit dem Innenausbau der Schächte Gotthardstrasse und Göblistrasse wird nach dem Jahreswechsel gestartet. Abgeschlossen sind auch das Microtunneling sowie der Einzug der Circulago-Rohre. Laut WWZ verlaufen die Circulago-Leitungen auf den Abschnitten See–Aabach und Aabach–Gubel/Industriestrasse in einem eigenen Microtunnel. Weiter zur Gotthardstrasse respektive zur Göblistrasse verlaufen sie im Inneren der Vorflutleitung der Stadt.

Im kommenden Jahr ist Fertigstellung geplant

Das Projekt Circulago sieht vor, dass 400 Meter vor dem Ufer der Stadt Zug auf einer Tiefe von 26 Meter Seewasser gefasst und über eine Leitung zur unterirdischen Seewasserzentrale in der Schützenmatt transportiert wird. Die Seewasserleitung sei bereits verlegt und die unterirdische Seewasserzentrale in der Schützenmatt erstellt. «Die Inbetriebnahme der Seewasserzentrale und der Hauptleitungen ist für Ende 2019 geplant, dann können auch ersten Kunden im Gebiet Lüssi mit Wärme versorgt werden», erklärt Robert Watts. Im Gebiet Metalli sind Wärme und Kälte voraussichtlich ab Frühling 2020 verfügbar.

Die Vorflutleitung der Stadt Zug, im Volksmund auch Seapipe genannt, wird zur Stadtentwässerung dienen. Getrennt vom Abwasser wird das unverschmutzte Regenwasser aus dem Gebiet Zug Nord in den Zugersee geleitet und mündet 100 Meter vom Ufer entfernt in den Seegrund. Der gesprochene Kredit für die Vorflutleitung von knapp 25 Millionen Franken könne eingehalten werden, bestätigt Jascha Hager. Statt bereits im Februar wird sie jedoch voraussichtlich im Frühling 2019 in Betrieb genommen.

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