STADT ZUG: «Wir müssen jetzt verzichten»

Seit rund 100 Tagen ist Stadtrat Karl Kobelt nun im Amt. Über die finanzielle Lage der Stadt spricht er Klartext.

Samantha Taylor
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Die Stadt Zug bei Nacht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Stadt Zug bei Nacht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Es besteht eklatanter Handlungsbedarf», sagt Finanzchef Karl Kobelt. Seine Aussage bezieht sich auf die Finanzlage der Stadt Zug. Bereits vor vier Monaten, im Rahmen der Präsentation des Budgets 2013, mahnte der Stadtrat in globo, dass die Zitrone ausgepresst sei. Das sah der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug nicht so und verordnete den Departementen deshalb eine weitere Sparrunde. Insgesamt 3,5 Millionen Franken sollten zusätzlich aus dem Budget gestrichen werden. Finanzchef Karl Kobelt hat sich unterdessen in die Finanzen der Stadt eingearbeitet. Bei seiner ersten Bilanz geht der FDP-Mann noch weiter. Seiner Meinung nach steht es schlechter um den städtischen Finanzhaushalt, als bisher angenommen wurde. «Wir sind mit einem strukturellen Defizit konfrontiert. Sprich, wir schreiben mit dem Jahr 2012 zum dritten Mal in Folge ein negatives Ergebnis, und für das laufende Jahr sieht es nicht viel besser aus», so der Stadtrat. Gerechnet wird für das Jahr 2013 nämlich mit einem Defizit von rund 2 Millionen Franken. Daneben geben dem Stadtrat die Schulden sowie der Selbst­finanzierungsgrad der Stadt zu denken. Erstere haben sich gemäss Kobelt innert zwei Jahren (von Januar 2011 bis Januar 2013) von 20 Millionen auf aktuell 130 Millionen Franken erhöht. Für den bürgerlichen Stadtrat ist darum klar: Es muss jetzt gespart werden. Und zwar erheblich. «Bis anhin konnten wir Projekte vertagen.» Das reiche nicht mehr. «Wir müssen jetzt auch verzichten.»

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