STADT ZUG: Zuger sagen Ja zum Podium 41

5581 Ja gegen 2335 Nein. Die Zuger bekennen sich deutlich zum jährlich wiederkehrenden Beitrag von 335'000 Franken für die Weiterführung des Podiums 41. Die Existenz der Beiz am See ist für die nächsten vier Jahre gesichert.

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Das Restaurant Podium 41 bleibt bestehen. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)

Das Restaurant Podium 41 bleibt bestehen. (Bild: Stefan Keiser / Neue ZZ)

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Zug haben am Sonntag abgestimmt: Rund 70 Prozent (5581 Stimmen) sprachen sich für das Podium 41 aus. Das Restaurant wird auch in Zukunft mit jährlich 335'000 Franken von der Stadt unterstützt. Dies geschieht wie bisher im Rahmen einer Leistungsvereinbarung mit der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ), die das Restaurant unterhält. Die Stimmbeteiligung lag bei 47.6 Prozent.

Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, zeigte sich Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher Departement Sicherheit, Umwelt und Soziales, erfreut über das klare Ergebnis: «Das ist ein Freudentag für die Stadt und ein deutliches Signal an die Gemeinnützige Gesellschaft, dass sie im Podium 41 einen guten Job macht.» Gleichzeitig sei es wichtig, die im Abstimmungskampf laut gewordenen Kritikpunkte zum Betrieb zu diskutieren.

Dafür werde er alle interessierten Kreise zu einem Runden Tisch einladen. Und es sei störend, dass nur die Stadt an den Betrieb bezahle, obschon Menschen aus dem ganzen Kanton im Podium willkommen und anzutreffen seien. «Heute feiern wir, morgen gehen wir an die Arbeit«, so Urs Raschle in der Mitteilung.
 

Komitee kritisierte Drogenkonsum

Die Stadtzuger SVP und einzelne Exponenten der FDP gründeten zuvor das Komitee «Nein zur offenen Drogenszene im Podium 41» und ergriffen das Referendum gegen die Finanzierungsvorlage Das Komitee störte sich am Konsum von illegalen Drogen sowie an den Kosten des Betriebs, die seiner Meinung nach für circa 100 Personen zu hoch sind.

Wie der Mitteilung der Stadt weiter zu entnehmen ist, ergänzte Gemeinderätin Karen Heather Umbach (FDP) als Mitglied des Pro-Komitees, «dass das deutliche Resultat alle unsere Erwartungen übertrifft». Sie sei froh, dass das Stimmvolk die Fakten und Argumente des Komitees verstanden habe und sie setze sich auch in Zukunft dafür ein, «dass das Podium auf der sozialen Landkarte der Stadt einen festen Platz behält».

Gemeinderat Rainer Leemann (FDP) sprach im Namen des Referendumskomitees von einer «klaren Message der Bevölkerung». Trotzdem sei die Diskussion über den Betrieb und die Finanzierung des Podiums nötig gewesen – «und die wurde intensiv geführt». Er glaube daran, dass der Stadtrat die kritischen Punkte nun aufnehme und verbessere.

Hitzige Debatten im Vorfeld

Bereits in der Debatte des Grossen Gemeinderates (GGR) lobten alle Fraktionen die Arbeit der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ) im Podium 41. Nach einer hitzigen Debatte bewilligten die Stadtparlamentarier den Vierjahresbeitrag  mit 21 zu 12 Stimmen. Das Stimmvolk folgte schlussendlich den Empfehlungen des Stadtrats und des GGR, der Vorlage zuzustimmen: Die Beiz am See bleibt bestehen.

(fg/pd/kst)