STADT ZUG: Zuger Stadtrat will Verzicht auf Minarett-Plakat

Der Stadtrat von Zug hält daran fest, das Atheisten-Plakat nicht aufzuhängen. Auch das umstrittene Minarett-Plakat soll nicht aufgehängt werden.

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Ausschnitt aus dem umstrittenen Anti-Minarett-Plakat. (Bild pd)

Ausschnitt aus dem umstrittenen Anti-Minarett-Plakat. (Bild pd)

Der Zuger Stadtrat hatte an seiner letzten Sitzung vor den Herbstferien am Dienstag, 20. Oktober, erneut über den Entscheid zum sogenannten Atheisten-Plakat beraten. Wie es in einer Mitteilung heisst, hat er die Frage der APG, ob das Freidenker-Plakat (Text: «Da ist wahrscheinlich kein Gott – also sorg dich nicht – geniess das Leben») zugelassen werden soll, verneint.

Die APG hatte diese Frage, gestützt auf eine Vereinbarung mit der Stadt Zug, dem Stadtrat unterbreitet. Dieser entschied, die APG solle auf den Aushang auf öffentlichem Grund zu verzichten. Beim Entscheid des Stadtrates handelt es sich lediglich um eine Empfehlung. Die APG kann selber entscheiden, ob sie dieser Empfehlung nachkommen will oder nicht.

Minarett-Plakat verunglimpft Muslime
Der Stadtrat empfiehlt der APG zudem, nebst dem Freidenker-Plakat auch das Anti-Minarett-Plakat nicht auszuhängen. Der Stadtrat stützt sich dabei auf die Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission gegen den Rassismus (EKR) vom 6. Oktober, nach dieser das Anti-Minarett-Plakat die friedliche muslimische Bevölkerung der Schweiz verunglimpfe.

ana