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STADTENTWICKLUNG: Der Zuger Zytturm soll wieder sprechen

In der Stadt Zug möchte man eine alte Tradition wiederbeleben: Wie dies vor hunderten von Jahren die Feuerwächter taten, soll die Zeit bald wieder vom 52 Meter hohen Zytturm verkündet werden.
Die Zuger Altstadt mit dem Zytturm, im Hintergrund die Kirchtürme St. Oswald und St. Michael. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Zuger Altstadt mit dem Zytturm, im Hintergrund die Kirchtürme St. Oswald und St. Michael. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Mit dieser originellen Idee holte sich der «Verein Hintertür» der beiden Kabarettisten Michael Elsener und Remo Hegglin den ersten Preis beim Ideenwettbewerb Wir sind Zug. Insgesamt gingen 55 Vorschläge ein. Der erste Preis ist mit 8000 Franken dotiert.

Die Jury unter dem Vorsitz von Stadtpräsident Dolfi Müller war überrascht von der Vielzahl und Vielfalt der eingegangenen Wettbewerbsbeiträge – entsprechend schwierig sei die Prämierung gewesen. Die Jury hat folgende Entscheide getroffen:

1. Rang: «Fünf vor Zwölf - jetzt spricht der Zytturm» (Verein Hintertür):
Die Projektidee «Fünf vor Zwölf» (der Zytturm soll seine frühere Bedeutung wieder erlangen) hat nach Auffassung der Jury Potenzial; die Idee müsse jedoch noch weiter entwickelt werden. Zug hat seit 1533 eine lange Tradition eines Nachtwächters (Feuerschauer auf dem Zytturm) und Ausrufers (Zeit, stündlich). Ab 1642 wurden zwei «Rufwächter» und vier durch die Stadt patrouillierende ?heimliche Wächter? eingesetzt. Letzter Stadtzuger Ausrufer war Alfred Hirschi, bekannt als «de Hirschi», der noch in den 1950er-Jahren Ausrufer die Leute auf bevorstehende Anlässe aufmerksam gemacht hat.

2. Rang: «Zuger Kinderzirkus»
(Barbara Urfer Wyss, Catherine Huggler)

3. Rang: «Satz & Pfeffer» - Zug liest
(Judith Stadlin, Michael van Oursouw)

4. Rang: «Medienplattform im Kulturkalender»
(Miro Schawalder)

5. Rang: «Gotte/Götti für Neuzuzüger»
(Chris Oeuvray Kay)

5. Rang: «Bunte Bänke für Zug»
(Kantonsschule Zug, Klasse 1d, Tobias Ritter)

Mitgestaltung des Lebensraums
Bei «Wir sind Zug» handelt es sich um ein Mitentwicklungsprojekt der Stadtentwicklung Zug. Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre Stadt mitzugestalten. Die prämierten Beiträge werden von Privaten und/oder von der Stadt finanziert und umgesetzt. Damit soll die Lebensqualität und die Attraktivität der Stadt Zug gesteigert und Zug weiter zu einem beliebten Wohn-, Arbeits-, Begegnungs-, Kultur-, Freizeit-, Einkaufs- und Erlebnisortes entwickelt werden, wie es in einem Leitbild heisst.

«1000 Kirschbäume für Zug», eines der prämierten Projekte im letzten Jahr, wurde im Sommer mit einem Ballonwettbewerb, einer Wiederbelebung des Chriesi-Markts auf dem Landsgemeindeplatz und dem Läuten der Chriesiglogga (erstmals seit über 200 Jahren) gestartet.

scd

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