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STADTENTWICKLUNG: Stadt Zug soll attraktive Aussenraumgestaltung besser durchsetzen

Beim Bau von Hochhäusern in der Stadt Zug soll die Verwaltung künftig vermehrt dafür sorgen, dass Auflagen zur Aussenraumgestaltung besser eingehalten werden. Das verlangt die Bau- und Planungskommission (BPK) des Grossen Gemeinderates.
Die von den Investoren umgesetzte Aussenraumgestaltung beim Parktower sei "ernüchternd und bescheiden" ausgefallen. (Bild:Stefan Kaiser/ZZ)

Die von den Investoren umgesetzte Aussenraumgestaltung beim Parktower sei "ernüchternd und bescheiden" ausgefallen. (Bild:Stefan Kaiser/ZZ)

Für die BPK stelle die Gestaltung des öffentlichen Aussenraums bei Bauprojekten «ein überaus wichtiges Anliegen» dar, heisst es in der am Montag publizierten Vorlage zur zweiten Beratung des Hochhausreglementes. Bei Hochhäusern sei dieser Forderung besonderes Augenmerk zu schenken.

In der Vergangenheit sei es häufig versäumt worden, die in Bebauungsplänen festgelegten Vorgaben einzufordern, schreibt die BPK. Das Vertrauen in das Instrument des Bebauungsplanes habe deshalb gelitten.

Beim «Park Tower» in der Nähe des Bahnhofs etwa sei eine attraktive Aussenraumgestaltung festgeschrieben und gefordert worden. Dennoch sei die von den Investoren umgesetzte Aussenraumgestaltung «ernüchternd und bescheiden» ausgefallen.

Auch die Platzgestaltung beim BBP Lauried an zentraler Lage im Stadtkern ist nach Ansicht der Kommission nicht befriedigend. Statt einem attraktiven Innenhof mit Aufenthaltsqualität sei ein «eher unattraktives Hinterhofghetto» mit unbenutztem Kinderspielplatz entstanden.

Besser kontrollieren

Trotz der Kritik an der Umsetzung und Kontrolle von Bebauungsplänen hat die BPK darauf verzichtet, eine spezielle Bestimmung in das Hochhausreglement aufzunehmen. Mit dem Stadtrat ist sie der Meinung, dass eine Regelung nicht ins Hochhausreglement gehört.

Die BPK hat jedoch die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung von Bebauungsplänen strikter zu kontrollieren und bei Nichterfüllung von Auflagen Nachbesserungen anzuordnen. Es brauche «effektive Sanktionierungsmöglichkeiten», heisst es im Bericht der Kommission.

Auf gewachsene Strukturen Rücksicht nehmen

Der Grosse Gemeinderat wird sich demnächst in zweiter Lesung mit dem Hochhausreglement befassen. Dabei wurde das in der ersten Beratung im August 2016 verabschiedete Reglement leicht modifiziert.

So will der Stadtrat die Hochhauszone 1 im Zentrumsbereich reduzieren. Zudem sollen in dieser Zone grundsätzlich Bauten bis zu einer Höhe von 80 Metern erstellt werden können. Auf Ausnahmen, wie sie das Stadtparlament beschlossen hatte, soll verzichtet werden.

Hingegen soll die Dimensionierung der Grundfläche von Hochhäusern bei maximal 600 Quadratmeter belassen werden. Die Bau- und Planungskommission hat sich mehrheitlich hinter die Anträge des Stadtrates gestellt.

Mit dem Hochhausreglement will die Stadt Zug klare Regeln festlegen, damit ein Wildwuchs von Hochhäusern nicht möglich wird und das Stadtbild bezüglich Wachstum und Verdichtung nicht leidet. Laut Stadtrat gilt es, auf gewachsene Strukturen Rücksicht zu nehmen. Angestrebt werden deshalb eher viele kleinere Hochhäuser anstatt einige wenige Riesenhochhäuser. (sda)

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