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STADTPARLAMENT: Zuger Pensionskassen sollen Anlagestrategie überdenken

Zwei SP-Vorstösse fordern einen genaueren Blick auf die Beteiligungen der Unternehmen.
Themenbild Pensionskasse (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Themenbild Pensionskasse (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

SP-Gemeinderätin Anna Spescha nimmt in zwei Motionen die ­Investitionen der Pensionskassen aufs Korn. Sie hat vor kurzem zwei parlamentarische Vorstösse – die Motion Pensionskassen: fossile Energien und die Motion Pensionskassen: Kriegsmaterial – beim Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) eingereicht. Spescha will, dass der GGR den Stadtrat beauftragt, sich zum einen dafür einzusetzen, «dass die öffentlich-rechtliche Pensionskasse sich weder direkt noch indirekt an Investitionen in Rüstungsfirmen beteiligt, insbesondere an Firmen, die Streubomben, Nuklearwaffen oder andere ethisch heikle Rüstungsgüter produzieren», ist aus der Motion zu entnehmen. Beim Vorstoss zu den Pensionskassen und deren Investitionen in fossile Energien soll der Stadtrat sich als Arbeit­gebervertreter dafür einsetzen, «dass die öffentlich-rechtliche Pensionskasse sich weder direkt noch indirekt an Investitionen in fossile Energieträger sowie an CO2-intensiven Anlageoptionen beteiligt», ist in der zweiten ­Motion zu lesen.

Weiter wollen Anna Spescha und Mitunterzeichnende, dass die Stadtzuger Pensionskasse nicht in die «Carbon Underground 200», zu der hundert Kohlefirmen und hundert im ­Erdöl- und Erdgassektor tätigen Unternehmen mit den grössten fossilen Energiereserven gehören würden, investieren. In der Motion macht die SP-Politikerin auch darauf aufmerksam, dass eine klimafreundliche Anlagestrategie nicht zu Renditeverlusten führe. Dies laut einer Studie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt. «Die Pensionskasse kann sich in ihrer Anlagestrategie beraten lassen und sich gezielt für kriegsmaterialfreie und CO2-neutrale ­Anlageprodukte entscheiden», weiss Anna Spescha. Als Beispiel führt sie den norwegischen Pensionsfonds an: «Dieser lässt seine Anlagestrategie durch eine Ethikkommission überprüfen und hat sich aus heiklen Beteiligungen ­zurückgezogen.»

Stadt Zug soll sich einsetzen

Die Parlamentarierin erklärt ­weiter: «Die Pensionskassen der Stadt Zug verfolgen eine passive Anlagestrategie, das heisst sie investieren in Produktpaletten.» Normalerweise seien bei diesen Paletten auch Rüstungsunternehmen und Unternehmen, die fossile Energien fördern, enthalten. «Inzwischen gibt es aber auch Anlageprodukte, die nicht in solche Unternehmen investieren», so die SP-Gemeinderätin. Laut Motionstext investieren die Schweizer Pensionskassen insgesamt rund 8 Milliarden Franken in die Rüstungsindustrie.«Das Ziel der Motionen ist es, ­darauf aufmerksam zu machen, dass man mit konventionellen ­Anlagestrategien auch in Kriegsmaterial und fossile Energien investiert, was Fluchtursachen und Klimawandel fördert», erklärt Spescha. Solange das Geld nämlich stimme, werde auch weiter Kriegsmaterial produziert und würden weiter fossile Energien gefördert. (mua)

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