Stadträte geben ihre Parkkarten zurück

Der öffentliche Druck zeigt Wirkung: Die Zuger Stadträte und der Friedensrichter verzichten ab sofort auf das Privileg einer Parkkarte.

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Auf der Sonderbewilligung ist festgehalten, was für den Parkkartenbesitzer alles erlaubt ist. (Bild: PD)

Auf der Sonderbewilligung ist festgehalten, was für den Parkkartenbesitzer alles erlaubt ist. (Bild: PD)

Der Zuger Stadtrat setzt der Diskussion um Parkprivilegien ein schnelles Ende. Er hat beschlossen, auf die Sonderparkbewilligungen künftig zu verzichten. «Sie wurden bereits dem Polizeiamt abgegeben», sagt Stadtschreiber Arthur Cantieni. Die Stadtratsmitglieder würden ihre Parkierungsprobleme künftig «wie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt lösen».

So steht es in der Antwort auf die Interpellation der beiden Gemeinderatsfraktionen SVP und FDP sowie zweier CVP-Mitglieder. Die Parlamentarier hatten letzte Woche die «Carte blanche» von Stadtrat und Friedensrichter angeprangert, weil sich durch diese Freiparkkarte das Gewerbe benachteiligt fühle. Offenbar haben einzelne Karteninhaber von ihrem Recht extensiv Gebrauch gemacht.

Cantieni bestätigt, dass rund 40 weitere solche Sonderbewilligungen – nebst den Karten für Handwerker und Spitex – in der Stadt Zug in Umlauf seien. «Sie werden vor allem in den Bereichen Bau und Werkhof, aber auch von den Feuerschauern genutzt», sagt der Stadtschreiber. Der Stadtrat wolle nun die Interpellation zum Anlass nehmen, die gängige Sonderbewilligungspraxis zu überprüfen.

Chantal Desbiolles

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