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STADTRAT ZUG: ALG präsentiert eigene Kandidatin

Astrid Estermann wurde von der Alternative-die Grünen für den Stadtrat nominiert. Gemeinsam mit Vroni Straub (CSP) sollen so die beiden linken Sitze verteidigt werden.
Astrid Estermann wurde von der ALG für den Zuger Stadtrat nominiert. (Bild: Peter Lauth (9. Oktober 2013))

Astrid Estermann wurde von der ALG für den Zuger Stadtrat nominiert. (Bild: Peter Lauth (9. Oktober 2013))

Im kleinen, aber feinen Rahmen ist sie über die Bühne gegangen, die gestrige ausserordentliche Mitgliederversammlung der Alternative-die Grünen (ALG) der Stadt Zug. Rund die Hälfte der bereitgestellten 35 Stühle im Siehbachsaal waren besetzt. Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch, denn Grosses stand auf der Traktandenliste: die Wahl des Präsidiums und die Nomination für die Stadtratswahlen. Ohne Diskussion und ohne Gegenstimme wurden erst Tabea Zimmermann Gibson – sie führte durch die Versammlung – und Stefan Hodel zum neuen Co-Präsidium gewählt. Beide sind bereits im Vorstand tätig und Mitglieder des Grossen Gemeinderates der Stadt Zug (GGR).

Spannender wurde es dann aber beim nächsten Punkt. Denn bis jetzt hielt sich die Partei bezüglich einer eigenen Nomination für die Stadtratwahlen, die im Herbst 2018 stattfinden, bedeckt – nach innen und nach aussen. So war es auch für einige der anwesenden Mitglieder eine Überraschung, dass der Vorstand der städtischen ALG Astrid Estermann (47) als eigene Kandidatin vorschlug. Seit 2003 ist sie Mitglied des Stadtparlaments.

Gegenseitige Unterstützung

Man habe sich dafür entschieden, weil es wichtig sei, dass die linken Parteien mit mindestens zwei Sitzen im Stadtrat vertreten sind, erklärte Stefan Hodel. Bisher war das durch Vroni Straub-Müller (CSP) und Dolfi Müller (SP) gewährleistet. Mit dem Rücktritt Müllers wird nun einer der beiden linken Sitze vakant. Am Votum des neuen Co-Präsidenten Hodel wurde erkennbar, dass die Unterstützung für die CSP-Stadträtin dennoch ungebrochen ist. «Wir sind froh, dass Vroni Straub wieder für den Stadtrat kandidiert. Sie leistet ausgezeichnete Arbeit.» Mit Estermann allerdings könne man eine Kandidatin präsentieren, die die Aufgabe gerne annehmen möchte und das auch könne, so Hodel.

Ob sich die beiden Kandidatinnen nicht gegenseitig im Wege stehen, wurde aus dem Plenum gefragt. «Eine Kandidatur von Astrid Estermann ist keine Gefährdung für Vroni Straub», stellte Hodel klar. Straub sei quasi gesetzt und habe bei der letzten Wahl sehr gut abgeschnitten. «Deshalb kann sie ja auch die Kandidatur zur Stadtpräsidentin wagen.» Da das Majorzwahlsystem gelte, kämpfe aber doch jede Kandidatin für ihren eigenen Sitz. «Mit Astrid Estermann kann man sich gut identifizieren, sie ist auch über die Parteigrenze hinaus bekannt», warb auch Tabea Zimmermann für deren Nomination. Ein gemeinsamer Wahlkampf mit der CSP sei auf jeden Fall denkbar. Erste Gespräche seien geplant. Vroni Straub, die ebenfalls anwesend war, sagte: «Ich kenne Astrid Estermann gut, und ich kann mir vorstellen, dass wir gemeinsame Sache machen.» Der Wahlkampf werde aber kein Spaziergang, so Straub. «Es werden einige Kandidaten aufgestellt, vor allem auch Frauen.» Mit Eliane Birchmeier hat die FDP bereits eine weitere nominiert.

Die Nomination von Estermann wurde schliesslich ebenfalls einstimmig angenommen. Was bleibt, ist die Frage, was die SP macht. Es sei unklar, ob die Partei mit der ALG und der CSP zusammenspanne oder auf einen eigenen Kandidaten setze, hiess es dazu gestern.

cro

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