Stadttunnel: Konsens über Portalstandorte

Nach der Prüfung aller Portalstandorte, will das Begleitgremium zum Zuger Stadttunnel am Ursprungsprojekt festhalten. Bis Ende Jahr soll das 500-Millionen-Vorhaben in einem Generellen Projekt konkretisiert werden.

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So könnte der Anschluss an der Gotthardstrasse einmal aussehen. (Bild: PD)

So könnte der Anschluss an der Gotthardstrasse einmal aussehen. (Bild: PD)

Das Begleitgremium, bestehend aus Parteien, Verbänden, IG's und Quartiervereinen, ist sich einig: Nach der Prüfung von alternativen Standorten soll an den ursprünglich geplanten Portalen für den Zuger Stadttunnel festgehalten werden. Konkret heisst dies:

  • Das Südportal des Stadttunnels, das Portal Artherstrasse, führt den von der Artherstrasse kommenden Verkehr noch vor dem Ortseingang beim Casino in den Tunnel.
  • Dem Portal Ägeristrasse setzen die knappen Raumverhältnisse im Bereich der äusseren Altstadt enge Grenzen. Die Positionierung oberhalb des Knopfliweges ermöglicht die Unterquerung der Löberenstrasse und damit den Erhalt einer wichtigen historischen Quartierverbindung.
  • Das Portal Gotthardstrasse – hier kann nur eingefahren werden – liegt unmittelbar am Hangfuss. Die Lage ist aus stadträumlicher Sicht unproblematisch, weil keine Konfliktpunkte mit den Quartierstrukturen gegeben sind.
  • Das Portal Industriestrasse – ausschliesslich als Ausfahrt konzipiert – liegt zwischen dem Bleichimattweg und der Haldenstrasse. Von dort wird der Verkehr über eine rund 50 Meter lange Rampe zur Industriestrasse geführt.
  • Das Portal Gubelstrasse ist das eigentliche Nordportal des Stadttunnels. Es kommt in die Senke der Unterführung «Gubelloch» zu liegen.


Wie es in der Mitteilung der kantonalen Baudirektion heisst, seien durch den Konsens über die Portalstandorte noch nicht alle Details geklärt. Deshalb sollen die Direktbetroffenen an speziellen Infoveranstaltungen über die Planung auf dem Laufenden gehalten werden.

Weiter seien auch noch Fragen bezüglich der Nutzung des verkehrsberuhigten Zentrums offen. Klar scheint, dass Zug dank dem Stadttunnel noch mehr zur Velo und Fussgängerstadt werden soll. Zudem sollen öffentliche Plätze aufgewertet werden.

Generelles Projekt bis Ende Jahr

In den kommenden Monaten werden nun Fachleute die Vorgaben aus dem öffentlichen Mitwirkungsverfahren in ein Generelles Projekt umsetzen. Beim Generellen Projekt geht es darum, die Kernelemente des Tunnels, sprich: Linienführung, Anschlüsse, Portale, Normalprofil festzulegen und eine Kostenschätzung vorzunehmen. Ergänzend dazu werden die flankierenden Massnahmen für das Zentrum im Grundsatz bestimmt und schliesslich zusammen mit dem Generellen Projekt dem Kantonsrat zur Genehmigung vorgelegt. Das soll Ende Jahr der Fall sein. Das Projekt soll laut Baudirektor Heinz Tännler rund 520 Millionen Franken kosten.

pd/bep