Stadtzuger Parkplatz soll täglich genutzt werden dürfen

Seit einem Jahr darf auf der Wiese an der Chamerstrasse nur noch am Wochenende parkiert werden. Die SVP will dies nun ändern.

Laura Sibold
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Um diese Wiese beim Brüggli geht es. (Bild: Maria Schmid, 18. Juli 2018)

Um diese Wiese beim Brüggli geht es. (Bild: Maria Schmid, 18. Juli 2018)

Niemand hat die Stadtzuger Parkplätze so sehr auf der politischen Agenda wie die SVP. Nach der langen Diskussion über den unteren und oberen Postplatz rückt die SVP-Fraktion nun noch weitere Parkplätze in den Fokus: jene auf der Wiese an der Kreuzung Chamerstrasse–Chamer Fussweg, oberhalb des Campings Brüggli.

Vor einer Woche reichte die SVP-Fraktion beim Grossen Gemeinderat (GGR) ein Postulat «für eine pragmatisch organisierte neue Parkordnung für Zugerinnen und Zuger, Spaziergänger, für Badegäste, für Pendler und P+R-Benützer der ZVB in der Lorze» ein. Der Vorstoss mit dem sperrigen Namen verfolgt ein klares Ziel: Der Stadtrat soll die seit Jahren unbefriedigende Parkplatzsituation auf dem städtischen Grundstück lösen.

SVP fordert Sanierung und Begrünung

Ins Gespräch kam der Parkplatz im vergangenen Sommer, als bekannt wurde, dass er neu unter der Woche geschlossen bleibt und nur noch am Wochenende genutzt werden kann. Für Autofahrer bildete der Platz an der Chamerstrasse 115 bis dahin eine Ausweichmöglichkeit, wenn die Plätze am See besetzt waren. Die zeitweise Schliessung stört auch die SVP, weshalb sie fordert, dass der Platz wieder täglich genutzt werden kann und der 30-jährige Stadtratsbeschluss, auf dem die Massnahme fusst, aufzuheben sei.

«Zudem regen wir mindestens einen Parkplatz für Behinderte und eine zahlungspflichtige Ladestation für E-Fahrzeuge an. Auch Abstellplätze für Velos können wir uns vorstellen», schreibt Philip C. Brunner im Namen der SVP-Fraktion. Dazu solle der bestehende «Wiesenparkplatz» saniert, neu begrünt und bezüglich An- und Wegfahrt sicherer gemacht werden. Das angrenzende Areal, das sich ebenfalls im Besitz der Stadt befindet, solle zudem in die Planung einbezogen werden, heisst es im Vorstoss. Weiter solle der Stadtrat dafür sorgen, dass «eine adäquate Parkordnung eingeführt wird, welche eine minimale Parkgebühr/Kontrolle für die Benützer beinhaltet». Zu prüfen sei auch eine professionelle Lösung mit Einfahrts- und Ausfallschranke. Die Überweisung des Postulats ist für die GGR-Sitzung vom 10. September geplant.