STANDORTQUALITÄT: Zug bleibt an der Spitze, Obwalden steigt auf

Die höchste wirtschaftliche Standort­qualität in der Schweiz weist weiterhin der Kanton Zug auf. Dies geht aus dem Standortqualitätsindikator (SQI) der Credit Suisse hervor.

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Die Stadt Zug. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Die Stadt Zug. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Wie schon im Vorjahr wird die Rangliste der wirtschaftlich attraktivsten Kantone von Zug – gefolgt von Zürich – angeführt, wie aus der am Montag veröffentlichten Mitteilung der Credit Suisse hervorgeht.

Zugs Stärken einer tiefen Steuerbelastung, einer gut ausgebildeten Bevöl­kerung und schneller Wege in die anderen Schweizer Zentren erweisen sich nach Angaben der Credit Suisse als ideale Kombination von Vorteilen. 

Nidwalden ist vom dritten auf den fünften Platz abgerutscht. Aufgestiegen ist dafür der Kanton Obwalden. Dank Steuersenkungen konnte der Halbkanton seine Position verbessern. 

Standortqualität hat aber auch ihren Preis. So zeigen etwa die traditionellen Zentralschweizer Tiefsteuerkantone, dass eine tiefe Steuerbelastung für natürliche Personen oft mit höheren Immobilienpreisen bezahlt werden muss. Einzelne Regionen zeigten bereits eine deutliche Überbewertung der Immobilien in Bezug zur Einkommensentwicklung, was auf einen wenig nachhaltigen Zustand hindeutet.

Der SQI basiert auf fünf zentralen Standortfaktoren in den Bereichen Steuerbelastung, Ausbildung der Bevölkerung und verkehrstechnischer Erreichbarkeit und wird auf Basis von Daten aller rund 2800 Schweizer Gemeinden erstellt. Er wird seit 2004 in gleicher Form berechnet und erlaubt damit einen langfristigen quantitativen Vergleich der regionalen Attraktivität.

ap/sab