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Zug: Starkes Wachstum auch beim Personal

Der Stadtrat präsentiert ein ausgeglichenes Budget für das Jahr 2019. Verschiedene Änderungen wirken sich auf die Zahlen aus. Insbesondere will die Stadt viele neue Mitarbeiter einstellen. Und dies vor allem im pädagogischen Bereich.
Charly Keiser
Für die Mittagstische, wie hier in Oberwil, bestehen teils Wartelisten. (Bild: Maria Schmid (7. September 2017))

Für die Mittagstische, wie hier in Oberwil, bestehen teils Wartelisten. (Bild: Maria Schmid (7. September 2017))

Die Stadt Zug wächst. Und dies noch immer rasant. Der Stadtrat will gemäss seiner Finanzstrategie den Steuersatz nachhaltig von heute 58 auf künftig 54 Prozentpunkte senken, sowie künftig Projekte vorfinanzieren. Das Wachstum, die Finanzstrategie sowie die Auswirkungen des neuen Finanzhaushaltsgesetzes wirken sich stark auf das Budget 2019 aus, das der Stadtrat gestern vorgestellt hat.

Mit einen Plus von 780000 Franken soll die Rechnung 2019 abschliessen. Dabei budgetiert die Stadt aber nur das «realistische» Szenario mit 208,7 Millionen Franken Steuereinnahmen. Im «besten Fall» könnten aber 8,3 Millionen Franken mehr in die Stadtkasse fliessen, wie dem Budget zu entnehmen ist. Und auch die laufende Rechnung macht Freude: Die erwarteten Steuereinnahmen 2018 bei den natürlichen Personen fallen nämlich höher aus, als budgetiert, und die Fiskalerträge der juristischen Personen sind auf Budgetkurs.

Wartelisten für Plätze bei den Mittagstischen

Die guten Aussichten widerspiegeln sich bei der Ausgabefreudigkeit. Vorab auch im Bezug auf das Personal. Vergleicht man nämlich die Rechnung 2017 mit dem Budget 2019, soll in diesen zwei Jahren die Bevölkerung um zwei Prozent, die Schülerzahl um 2,81 Prozent, die Mitarbeiterzahl der Verwaltung um 3,27 Prozent sowie die Zahl der Angestellten im Pädagogikbereich um 8,29 Prozent steigen. «Wir sind noch nicht angebotsorientiert», erklärt Schulvorsteherin Vroni Straub, denn es bestünden Wartelisten für die Plätze für die Betreuung beziehungsweise die Mittagstische. «Darum wollen wir dort nun aufrüsten.» Nachholbedarf bestehe ausserdem beim Deutsch als Zweitsprache, das aufgrund der zahlreichen Expad-Kinder immer wichtiger werde.

Im Vergleich zum Vorjahresbudget steigen die Nettoinvestitionen um 4 Millionen Franken. «Nach einem leichten Rückgang der Investitionen im laufenden Jahr rechnet der Stadtrat für die Jahre 2019 und 2020 wieder mit einer kräftigen Zunahme», sagt Finanzchef Karl Kobelt. So will die Stadt 2019 unter anderem 4,9 Millionen Franken für den Umzug der Stadtverwaltung an die Gubelstrasse investieren, rund 5 Millionen für den Ausbau des Schulhauses Riedmatt und etwa 6 Millionen Franken für den Tausch des Kläranlage- gegen das Gaswerkareal. Des Weiteren sollen 6,8 Millionen Franken in verschiedene Strassenprojekte fliessen und für die letzten Investitionen in das Bauprojekt der Vorflutleitung Zugersee der Stadtentwässerung noch 2 Millionen Franken ausgegeben werden. Die höheren Personalkosten, aufgrund der Zunahme der 15,26 Vollstellen, schlagen mit 3,5 Millionen Franken zu Buche.

Grossen Einfluss auf das Budget 2019 sowie auf den Finanzplan 2019–2022 hat das neue Finanzhaushaltgesetz des Kantons, wie Kobelt gestern betonte. Neben geänderten Abschreibungsgrundsätzen verlange es eine auf acht Jahren ausgerichtete ausgeglichene Rechnung. Das Gesetz biete dafür aber die Möglichkeit, zukünftige Investitionen vorzufinanzieren, und zwar bis maximal 50 Prozent der ordentlichen Abschreibungen. «Davon hat der Stadtrat Gebrauch gemacht und für den Bau von Schulhäusern einen Betrag von 7 Millionen Franken zurückgestellt.»

Schwerpunkte des nächsten Jahres

Nebst den reinen Zahlen und deren Auswirkungen zum Budget präsentierte der Stadtrat die zu erwartenden Höhepunkte des kommenden Jahres. «Es ist schon speziell, dass womöglich mehrere Stadträte ihr Budget vertreten und womöglich im nächsten Jahr einem anderen Departement vorstehen», sagte Stadtpräsident Dolfi Müller, der für seinen Nachfolger die «Smart City», das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug sowie der Umzug der Stadtverwaltung ins L&G-Gebäude im Fokus sieht.

Karl Kobelt sind die Umsetzung des Finanzhaushaltgesetzes, der Umbau des L&G-Gebäudes, die Digitalisierungsprozesse und das Nachnutzungskonzept der bisherigen Verwaltungsbauten wichtig. «So wollen wir nun zum Beispiel die Ägeristrasse 7 nicht mehr verkaufen und den jetzigen Standort der Schuladministration vermieten», sagte er.

Personalnot bei Zugs Feuerwehr

Die Stadt gebe rund 700000 Franken dafür aus, dass alle Schüler ab der 5. Klasse für das neue Fach Medien und Informatik mit einem Gerät ausgestattet werden, erklärte Schulchefin Vroni Straub. «Dies ist der Umsetzung des Lehrplans 21 geschuldet.» Schwerpunkte seien zudem das Wachstum der Schülerzahlen und der Ausbau der Primarschule und der Betreuung. Auch Bauchef André Wicki beschäftigt das Wachstum, wie er erklärte. «Wichtige Geschäfte sind zudem der Ökihof-Baukredit, das Gesamtverkehrskonzept sowie das Nutzungskonzept des L&G-Areals.»

Er hätte noch einige Sachen hinzufügen können, sagte Urs Raschle. Denn auf der Folie stand zu seinem Departement Soziales, Umwelt, Sicherheit (SUS) lediglich: Strategie Feuerwehr. «Mir ist es wichtig zu priorisieren: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug hat immer mehr Einsätze und immer weniger Leute. Es ist darum dringend notwendig, dass wir diese Problem in den Griff bekommen beziehungsweise lösen können.

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