Starkregen überflutet mehrere Keller und löst Kurzschluss aus

In der Nacht auf Dienstag fielen 47 Millimeter Niederschlag. Zahlreiche Feuerwehren standen deshalb bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

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Die überflutete Unterführung bei der General-Guisan-Strasse in Zug. (Bild: Freiwillige Feuerwehr Zug, 2. Juli 2019)

Die überflutete Unterführung bei der General-Guisan-Strasse in Zug. (Bild: Freiwillige Feuerwehr Zug, 2. Juli 2019)

Zwischen Mitternacht und drei Uhr erreichte die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei rund ein Dutzend Meldungen von überfluteten Kellern, Waschküchen und Strassen. In den meisten Fällen waren laut der Polizei die Gemeinden Zug, Steinhausen und Hünenberg betroffen.

Nur einen Einsatz verzeichnete die Feuerwehr Steinhausen. Mit 13 Personen rückte sie wegen eines überfluteten Kellers aus. In Hünenberg drang ebenfalls Wasser in Keller, Garagen und Veloräume ein. «Das Wasser, das wir abpumpten, stand bis zu einem Meter hoch», sagte Adjutant Daniel Grab auf Anfrage. Bei den sechs Notrufen wurden insgesamt 13 Personen aufgeboten, die ihre Arbeit erst am frühen Morgen beendeten.

Auto bleibt in überfluteter Unterführung stecken

Noch mehr gefordert war die Freiwillige Feuerwehr Zug: An der Chamerstrasse wurde die Bahnunterführung überflutet – sie musste für zwei Stunden gesperrt werden. Einen Autolenker kümmerte dies jedoch nicht: Er missachtete das durch die Zuger Polizei aufgestellte Fahrverbot. In der Folge blieb sein Auto im Wasser stecken und musste abgeschleppt werden. Der fehlbare Lenker erhielt eine Ordnungsbusse.

Ebenfalls unter Wasser standen kurzzeitig die Unterführungen beim Gubelloch und bei der General-Guisan-Strasse vor der Bossard-Arena. Auch in der Stadt Zug überflutete das Wasser mehrere Keller, sagte Piket-Offizier Thomas Horat. Dort entstand jedoch nur «kleiner Schaden». Die 32 aufgebotenen Mitglieder der Feuerwehr schlossen den letzten Einsatz um vier Uhr morgens ab.

Blick auf die überflutete Bahnunterführung Chamerstrasse in Zug. (Bild: Zuger Polizei, 2. Juli 2019)

Blick auf die überflutete Bahnunterführung Chamerstrasse in Zug. (Bild: Zuger Polizei, 2. Juli 2019)

Zu einem Feuerwehreinsatz ist es auch in Oberägeri gekommen. An der Hauptseestrasse neben dem Restaurant Eierhals hatte um 2.45 Uhr ein Blitz in einen Stromverteiler eingeschlagen, worauf es zu einem Kurzschluss kam. Der Stromverteiler sprühte Funken. Die Feuerwehr liess das Gelände im Umkreis von 25 Metern absperren und alarmierte die Wasserwerke Zug, um den Strom abstellen zu lassen. Sogleich hörte der Stromverteiler auf, Funken zu sprühen. Kommandant Alois Rogenmoser war mit 25 Leuten bis fünf Uhr morgens vor Ort.

In der Nacht auf Dienstag fielen in Cham laut SRF Meteo total 47 Millimeter Regen. Gemäss Meteo Schweiz bleibt es bis Sonntag lokal trocken bei Temperaturen bis knapp 30 Grad. (gub)