Startschuss für neues Verwaltungsgebäude in Zug

Der Kanton Zug plant auf dem Areal An der Aa in der Stadt Zug ein Verwaltungszentrum für 455 Millionen Franken. Der Kantonsrat hat für dieses Megaprojekt den Startschuss gegeben und einen Projektierungskredit von 33,5 Millionen Franken gesprochen.

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Das Verwaltungsgebäude an der Aa heute. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Das Verwaltungsgebäude an der Aa heute. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Das Zuger Parlament stimmte dem geplanten Riesenprojekt am Donnerstag mehrheitlich zu: Mit 61 zu 11 Stimmen sprachen sich die Parlamentarier dafür aus, auf die Vorlage einzutreten und einen Projektierungskredit von 33,5 Millionen Franken zu bewilligen.

Es handelt sich neben dem Stadttunnel um das grösste Bauvorhaben im Kanton Zug: Für rund eine halbe Milliarde soll in der Kantonshauptstadt ein Bauwerk entstehen, in dem ein Grossteil der kantonalen Verwaltung sowie der Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe untergebracht werden sollen. Zudem sind rund 40 Wohnungen im mittleren Preissegment geplant.

Zentralisierung nötig

Die Überbauung sei nötig, weil in den meisten Kantonsgebäuden prekäre Platzverhältnisse herrschen würden, schrieb die Regierung in der Vorlage. Heute ist die Verwaltung über die ganze Stadt Zug verteilt. Mit dem Projekt soll ein Grossteil der Verwaltung zentralisiert werden. Ebenso soll für die Zugerland Verkehrsbetriebe, die sich bereits heute auf dem Areal An der Aa befinden, mehr Platz geschaffen werden.

Die bürgerlichen Parteien wie auch die SP betonten im Rat, mehr Büroraum und eine Zentralisierung der Verwaltung seien dringend nötig. Kritisiert wurden die enormen Kosten. Die Alternativen-die Grünen stellten den Antrag, das Projekt aufgrund der hohen Kosten zurückzuweisen, konnten aber nur 11 Parlamentarier dafür gewinnen.

Auch die Staatswirtschaftskommission störte sich an den hohen Kosten: Auf ihren Wunsch hin zeigte sich der Baudirektor Heinz Tännler (SVP) bereit, Varianten auszuarbeiten, bei denen 5 bis 10 Prozent der Kosten eingespart werden können. Ebenso wird die Baudirektion die Variante einer Etappierung prüfen. Dies hatte die Kommission für Hochbauten, welche das Geschäft vorberaten hatte, beantragt.

Für das Riesenprojekt will der Kanton Zug im Herbst 2012 einen zweistufigen Generalplanerwettbewerb mit maximal acht Planerteams starten. Der Objektkredit soll gemäss heutigem Zeitplan vom Kantonsrat 2014 beraten werden. 2018 würden die Zugerland Verkehrsbetriebe ihren neuen Hauptstützpunkt in Betrieb nehmen, 2020 stünde das Verwaltungszentrum bereit zum Bezug.

sda