STATISTIK: Mehr Pendler denn je kommen nach Zug

36 000 Personen fahren täglich hierher zur Arbeit. Das spricht zwar für den Standort, stellt den Kanton aber vor Herausforderungen.

Samantha Taylor
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Zugperron im Bahnhof Zug. (Bild: Pius Amrein / Neue ZZ)

Zugperron im Bahnhof Zug. (Bild: Pius Amrein / Neue ZZ)

Der Kanton Zug ist ein Anziehungspunkt – vor allem für Berufstätige. Das belegen die jüngsten Pendlerzahlen vom Bundesamt für Statistik aus dem Jahr 2011. Im Schnitt reisen jeden Tag 36 000 Personen in den Kanton. Die auswärtigen Arbeitskräfte stammen dabei in erster Linie aus den Kantonen Luzern, Zürich, Aargau und Schwyz. Sie machen über 80 Prozent aus. Im Gegenzug verlassen täglich rund 16 000 Zuger den Kanton, um ausserhalb zu arbeiten.

Die Zahl der Personen, die hierher zum Arbeiten kommt, hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 reisten täglich gut 33 000 Personen in den Kanton, 17 000 Zuger verliessen ihn. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der Pendler insgesamt um 78 Prozent zugenommen. Die meisten «Gastarbeiter» kommen aus dem Kanton Luzern. Es sind rund 11 000. Der Nachbarkanton scheint für Herrn und Frau Zuger hingegen nicht der beliebteste Arbeitsort zu sein. Nur gerade 3000 zieht es nach Luzern. Fast dreimal so viele Zuger (8000 Personen) fahren dafür nach Zürich. Dieser Kanton ist das beliebteste Ziel der Zuger. Zum ersten Mal gibt es aber in die Gegenrichtung mehr Pendler. 10 000 Personen drängen täglich aus dem nördlichen Nachbarkanton zu uns.

Die Zahl der Reisenden stellt den Kanton vor eine Herausforderung. «Die markant gewachsenen Pendleraufkommen schlagen sich auf die Belastung der Infrastruktur nieder», heisst es in einer CS-Studie. Sowohl die Strassen wie auch die öffentlichen Verkehrsmittel gerieten zu Stosszeiten zunehmend an die Belastungsgrenze. Das bestätigt auch der Zuger Regierungsrat. «Die Infrastruktur muss stets erneuert werden», erklärt er.