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STATISTIK: Weniger Unfälle auf Zuger Strassen

Im letzten Jahr starben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. Verletzt wurden 310 Personen. Sorge bereitet der Zuger Polizei weiterhin die Ablenkung im Strassenverkehr.
Harry Ziegler
Die Zuger Polizei ist bei einem Unfall vor Ort. (Symbolbild) (Bild: Zuger Polizei)

Die Zuger Polizei ist bei einem Unfall vor Ort. (Symbolbild) (Bild: Zuger Polizei)

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

Die Zuger Polizei hat im vergangenen Jahr 872 Unfälle registriert. Das sind 28 oder rund 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Das meldet die Zuger Polizei in der Verkehrsstatistik 2016 (siehe Grafik). Ebenfalls wurde eine Abnahme der Schwerverletzten um 4 auf 49 Personen festgestellt. Diese Zahl liegt im Vergleich zu den vergangenen neun Jahren auf dem tiefsten Stand.

Im vergangenen Jahr sind bei Verkehrsunfällen, wie auch 2015, zwei Menschen ums Leben gekommen, ein Motorradfahrer in Rotkreuz und ein E-Bike-Fahrer in Zug. «Insgesamt liegen die Unfallzahlen im Mittel vergangener Jahre», heisst es in der Mitteilung zur Verkehrsstatistik 2016.

Ablenkung ist Unfallursache Nummer eins

Gemäss Zuger Polizei ereigneten sich 2016 322 der total 872 Unfälle wegen Ablenkung oder Unaufmerksamkeit am Steuer. Dabei wurden 123 Personen verletzt. «Solche Verkehrsunfälle sind absolut vermeidbar», sagt Stephan Rogger, Chef der Verkehrspolizei. «Verantwortungsbewusste Autolenkende richten die Aufmerksamkeit uneingeschränkt auf die Strasse», erklärt der Polizist.

Es sei heute im Strassenverkehr zu beobachten, wie Fussgänger über die Strasse gehen und gleichzeitig ein SMS schreiben oder Velofahrer mit Kopf­hörern durch den dichten Verkehr fahren. Zu sehen seien immer wieder auch telefonierende Autolenker. Das Strassenverkehrsrecht jedoch verlangt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer «im Verkehr so verhalten, dass sie andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindern noch gefährden. Somit sind alle Verrichtungen verboten, welche die Aufmerksamkeit einschränken», schreibt die Polizei weiter. Somit sei alles verboten, was die Aufmerksamkeit einschränke. Die Gefahren, die von der Nutzung von Kommunikationsmitteln im Strassenverkehr ausgehen, würden oft unterschätzt. «Deshalb wird die Zuger Polizei ihre Mitarbeitenden anhalten, auch im laufenden Jahr ein besonderes Augenmerk auf abgelenkte und unaufmerksame Verkehrsteilnehmer zu richten», erklärt Stephan Rogger.

Ein Viertel Schleuder- oder Selbstunfälle

Von den 2016 registrierten 872 Unfällen waren etwa ein Viertel (272) gemäss Zuger Polizei Schleu­der- oder Selbstunfälle. So beispielsweise der Unfall eines Sattelschleppers in der Blegikurve im Oktober des letzten Jahres. Dieser Unfall legte den Verkehr im Kanton für mehrere Stunden fast lahm. «Dieser Unfall führte uns klar vor Augen, wie stark ausgelastet das Strassennetz ist und wie wenig es braucht, dass der Verkehrsfluss nachhaltig gestört werden kann oder gar zum Erliegen kommt», lässt sich Karl Walker, Kommandant der Zuger Polizei, in der Mitteilung zitieren.

Beim Parkieren wurden 177 Unfälle registriert. Auffahrun­fälle wurden 172 gezählt. Ein grosser Teil der Auffahrunfälle ereignete sich auf dem Autobahnnetz. Dort herrsche besonders in den Morgen- und Abendstunden ein hohes Verkehrsaufkommen. Zu Auffahrunfällen komme es vielfach, weil ein Grossteil der Autofahrer im Verhältnis zur Geschwindigkeit zu wenig Abstand halte. Viele derartige Unfälle wären beim Einhalten eines genügenden Abstands vermeidbar. «Als Faust­regel für genügenden Abstand gilt mindestens der halbe Tacho, also halb so viele Meter, wie die Geschwin­digkeit in Kilometern beträgt», empfiehlt Verkehrspo­lizei-Chef Stephan Rogger.

Positiv sei, dass die Unfallzahlen im Zusammenhang mit Alkohol im letzten Jahr leicht zurückgegangen seien. Von 37 Unfällen (2015: 41), bei denen Fahrzeuglenker unter Alkoholeinfluss standen, waren 29 Selbstunfälle. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 111 nicht fahrfähige Fahrzeuglenkende gestoppt werden. Die Kontrolle der Fahrfähigkeit war laut Mitteilung im letzten Jahr ein primäres Ziel der Verkehrskontrollen der Zuger Polizei.

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