STATISTIK: Zahl der Paarhaushalte steigt stark

Haushalte mit fünf oder mehr Bewohnern gibt es im Kanton Zug seit den 1970er-Jahren immer weniger. Die neusten Zahlen zeigen, dass sich beim Alleinwohnen eine Trendwende abzeichnet.

Drucken
Teilen
Eine Frau schleppt Schachteln in eine neue Wohnung. (Bild: Alessandra della Bella / Keystone)

Eine Frau schleppt Schachteln in eine neue Wohnung. (Bild: Alessandra della Bella / Keystone)

Marco Morosoli

marco.morosoli@zug.ch


Am Ende des Jahres 1981 wohnten 76 348 Personen innerhalb der Grenzen des Kantons Zug. Per Ende des vergangenen Jahres ist die Bevölkerungszahl auf 123 948 gestiegen. Das ergibt einen Wert von 519 Einwohnern pro Quadratkilometer. Der markante Zuwachs der Population findet seinen Niederschlag auch in der Zahl der Haushalte. Wie die Baudirektion gestern in einer Mitteilung schreibt, wurden per Ende 2016 im Kanton 52998 Haushalte gezählt. Das sind 12 200 Haushalte mehr als zur Jahrtausendwende. Diese verteilen sich auf 57 728 Wohnungen. Und Zugs Einwohnerzahl wird weiter steigen. Derzeit sind rund 1400 Wohnungen im Bau.

Interessant ist, wie sich die Zahlen bezüglich Grösse der Haushalte entwickelt haben. Die Zunahme ist bei den Zwei-Personen-Haushalten am grössten. Deren Zahl ist seit dem Jahr 2000 um 5400 Einheiten gewachsen. Nunmehr gibt es 18 222 Zuger Haushalte mit zwei Personen.

Die Zahl der Wohnungen, die nur von einer Person genutzt werden, liegt Ende 2016 bei 16 899. Bis zur Jahrtausendwende ist diese Zahl stetig gestiegen, die Kurve ist nunmehr gar rückläufig. Nicht überraschend sind bei der Stadtzuger Einwohnerkontrolle am meisten Singlehaushalte gemeldet (38 Prozent). Das Schlusslicht in dieser «Hitparade» ist Hünenberg mit 24 Prozent.

Das bedeutet, dass in rund zwei Dritteln aller Zuger Haushalten eine oder zwei Personen gemeldet sind. Durchschnittlich leben 2,3 Personen in einem Zuger Haushalt. Im Landesdurchschnitt sind es mit 2,24 Personen etwas weniger.

Bei den Kindern erreicht Zug eine Spitzenposition

In mehr als einem Drittel der Privathaushalte im Kanton sind Familien mit Kindern gemeldet. Ganz genau sind es 36 Prozent. Dabei erstaunt, dass es mehr Familienhaushalte mit Kindern nur in den Kantonen Jura (40 Prozent), Appenzell Innerrhoden (39 Prozent) und Genf (39 Prozent) gibt. Wiederum ist aber festzustellen, dass die Zahl der Haushalte, in der fünf und mehr Personen unter einem Dach leben, seit den 1970er-Jahren nur eine Richtung kennt – nach unten. In diese Kategorie gehören derzeit noch rund 6 Prozent.

Auch die Anteile der Vier- und Drei-Personen-Haushalte sinken seit Jahren und erreichen einen Wert knapp unter der Zehn-Prozent-Marke. Bis ins Jahr 2000 stammen die Zahlen von der Eidgenössischen Volkszählung, welche alle zehn Jahre durchgeführt wurde. Seit dem Jahr 2010 sind die Zahlen aktueller. Die Zahlen werden nunmehr jedes Jahr vom Bundesamt für Statistik erhoben. Das neue Volkszählungssystem liefert verschiedene Werte über den Bestand, die Struktur und die Entwicklung der Bevölkerung.