STATISTIK: Zug: Freie Wohnungen bleiben Mangelware

Die Bauausgaben im Kanton Zug haben 2011 eine Rekordmarke erreicht. Trotzdem sind weniger Objekte zu finden als im Jahr zuvor.

Ernst Meier
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Wohnen in Zug ist beliebt - freie Wohnungen sind jedoch Magelware. (hier das Zuger Wohnquartier Hert Nord) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Wohnen in Zug ist beliebt - freie Wohnungen sind jedoch Magelware. (hier das Zuger Wohnquartier Hert Nord) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

In den elf Zuger Gemeinden wurden per Ende 2012 insgesamt 15 920 Gebäude mit Wohnnutzung gezählt. 6769 davon betreffen Einfamilienhäuser. Damit verfügt Zug über einen Einfamilienhausanteil von 43 Prozent und zählt mit Basel-Stadt und Nidwalden zu den Kantonen mit den tiefsten Werten. Schweizweit liegt der Anteil bei 58 Prozent. Bei 40 Prozent der Zuger Wohngebäude handelt es sich um Mehrfamilienhäuser, 12 Prozent verfügen über eine Nebennutzung (Büro, Gewerbe). Die statistischen Zahlen zu den Bauinvestitionen zeigen, dass zwischen 2009 und 2011 deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt in Neu- und Umbauprojekte investiert wurde. Mit 1,1 Milliarden Franken haben öffentliche und private Bauherren im Jahr 2011 eine neue Rekordsumme investiert. Dabei beinhaltet die Summe alle Vorbereitungs- und Baukosten, die Auslagen für fest installierte Einrichtungen – nicht aber die Kosten für den Erwerb des Grundstückes sowie die Auslagen für Gebäudeausstattung mit mobilen Gegenständen. Entsprechend erhielt der Kanton im Jahr 2011 mit 1328 Einheiten eine Rekordzahl an neuen Wohnungen. Der langjährige Schnitt liegt bei 794 neu erstellten Objekten. Im Jahr 2012 schwächten sich die Bauinvestitionen mit 961 Millionen Franken wieder ab, und die Zahl der Neuwohnungen fällt mit 976 deutlich tiefer aus. Für 2013 liegen noch keine statistischen Auswertungen vor.

Tiefe Leerwohnungsziffer

Leere Wohnungen bleiben im Kanton Zug trotz den rekordhohen Investitionen in den Immobilienmarkt Mangelware. Experten führen dies auf die starke Zuwanderung zurück. Per 1. Juni 2013 lag die Leerwohnungsziffer bei 0,35 Prozent. Das sind 189 nicht bewohnte Wohnungen – von total 53 947. Im Jahr zuvor war die Leerwohnungsziffer mit 0,48 Prozent leicht höher. Noch zu kaufende Einfamilienhäuser gab es im Kanton Zug laut Statistik Mitte letzten Jahres deren 38. Im schweizweiten Vergleich lag die Leerwohnungsziffer bei 0,96 Prozent, in der Zentralschweiz bei 0,75 Prozent.

Mehr geschützte Denkmäler

Zunehmend ist auch die Zahl der denkmalgeschützten Objekte im Kanton Zug. 450 entsprechend bezeichnete Bauten gibt es laut dem kantonalen Amt für Denkmalpflege und Archäologie per Ende 2012. Das sind 32 Prozent mehr als noch im Jahr 2000 mit 340 entsprechend klassifizierten Bauwerken.