Statt Hausaufgaben länger in der Schule sitzen

Die Zuger Bildungsdirektion will das 9. Schuljahr neu gestalten. Zentrales Element dieser Neugestaltung ist, dass die Schüler pro Woche fünf Stunden länger in die Schule sollen.

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Die Lehrerin (oben rechts) hilft den Schülern direkt im Unterricht. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Lehrerin (oben rechts) hilft den Schülern direkt im Unterricht. (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zeit für die Hausaufgaben soll in den Lektionenplan integriert wird. So will es die Zuger Bildungsdirektion. Die wöchentliche Stundenzahl soll damit von 35 auf 40 steigen. Mehr Unterricht hätten die Schülerinnen und Schüler damit nicht. Das Erledigen der Hausaufgaben würde jedoch im festen schulischen Rahmen stattfinden.

Alle verfassen Projektarbeit

Wie die Zuger Bildungsdirektion am Donnerstag mitteilte, sollen alle Schüler des 9. Jahres im zweiten Semester zudem eine Projektarbeit verfassen, die einen Bezug zu ihrem Berufswunsch hat. Diese Arbeit soll von einem Gremium aus Industrie, Gewerbe und weiterführenden Schulen beurteilt werden.

Gemäss Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) sollen alle Jugendlichen von diesen Fördermassnahmen profitieren, unabhängig davon, ob sie nach der Sekundarschule ins Gymnasium übertreten oder eine zweijährige Attestlehre beginnen. «Ein starker Lehrkörper, hohe Ziele und viel Unterricht bilden das Dreibein einer erfolgreichen Schule», so Schleiss.

Für diese Vorschläge findet nun bis am 19. November die Vernehmlassung statt. Stossen die Vorschläge auf breite Zustimmung, wird das Konzept ab Schuljahr 2014/15 schrittweise umgesetzt.

sda/rem