Steigerung des Reingewinns in Milliardenhöhe

Der Rohstoffhändler Glencore hat im ersten Halbjahr 2011 unter anderem dank hohen Rohstoffpreisen kräftig zugelegt: Der Reingewinn stieg um 57 Prozent auf 2,45 Milliarden Franken. Der Umsatz kletterte um 32 Prozent auf 92,1 Milliarden Dollar.

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Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der kürzlich an die Börse gegangene Baarer Rohstoffhändler Glencore profitierte vor allem von den höheren Ölpreisen. Auch die gestiegenen Preise für Kraftwerkskohle, Weizen, Kupfer und Gold trugen zum Anstieg bei, wie Glencore am Donnerstag mitteilte. Zudem spülte die Beteiligung am schweizerisch-britischen Bergbaukonzern Xstrata einen Haufen Geld in die Kasse. Der Reingewinn ohne wesentliche Sondereinflüsse stieg um 57 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar. Auch das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um die Hälfte auf 3,3 Milliarden Dollar. Das Unternehmen habe insbesondere von der verbesserten Rentabilität der Energiesparte profitiert, die ihren Gewinn auf 763 Millionen Dollar mehr als verdoppeln konnte. Insbesondere der Ölhandel und die ständig steigende Kohleproduktion der Prodeco-Mine, die ihren Ausstoss um ein Drittel steigern konnte, trieb das Resultat nach oben.

Erstmalig eine Dividende ausgeschüttet

Auch die Metall- und Mineraliensparte, die fast die Hälfte des Glencore-EBIT beisteuert, verbesserte ihr Ergebnis um über 40 Prozent auf 1,583 Mrd. Dollar. Während der Handel mit Rohstoffen auf dem Vorjahresniveau verharrte, sorgten die höheren Metallpreise und der grössere Ausstoss der Minen für ein höheres Resultat. Dagegen schrumpfte der Gewinn der Agrarsparte von 125 Millionen auf 75 Millionen Dollar. Im zweiten Halbjahr würden bessere Ergebnisse erwartet, schreibt Glencore. Zum ersten Mal seit dem Börsengang im vergangenen Mai gibt der Rohstoffhändler eine Dividende aus. Sie beträgt 0,05 Dollar pro Aktie, wie am Donnerstag bekannt wurde.

Weiter auf Wachstumskurs

Glencore-Chef Ivan Glasenberg zeigte sich erfreut: «Das Unternehmen entwickelte sich im ersten Halbjahr 2011 wesentlich stärker als im Vorjahreszeitraum.» Die Nachfrage nach Rohstoffen sei in der Periode trotz einer Reihe bedeutender Störfaktoren im Allgemeinen robust. «Wir bleiben optimistisch sowohl im Hinblick auf die langfristigen globalen Konjunkturaussichten als auch auf die Dauerhaftigkeit der Trends, die das Wachstum des Geschäfts von Glencore unterstützen», liess sich Glasenberg zitieren. Der Trend zur Verstädterung und zu höheren Lebensstandards in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, China und Indien, treibe das Wachstum des Welthandels an. Davon werde Glencore profitieren.

sda/zim