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STEINHAUSEN: Am Waldrand entsteht eine Stadt aus Holz

Das Waldstock-Open-Air-Spektakel macht sich für die Besucher bereit. Es wird genagelt, gestrichen und dekoriert – die Arbeiten sind trotz anfänglicher Regentage auf Kurs.
Rund 300 Helfer sind für das Waldstock im Einsatz. (Bild: Maria Schmid (Steinhausen, 29. Juli 2017))

Rund 300 Helfer sind für das Waldstock im Einsatz. (Bild: Maria Schmid (Steinhausen, 29. Juli 2017))

Es herrscht geschäftiges Treiben am Waldrand bei Steinhausen: Wie die Bauten des 18. Waldstock-Open-Air-Spektakels einmal aussehen sollen, kann man sich bereits vorstellen. Die hölzernen Rohbauten, auch mehrstöckig, der verschiedenen Bars stehen bereits – da und dort wird gestrichen, genagelt, und Baumaterial wird herumgetragen. 400 Holzpalette und rund 1000 Laufmeter an Dachlatten werden verarbeitet, verrät Tobias Glauser (27), Präsident des Organisationskomitees. «Drei Lastwagenladungen Holz haben wir dieses Jahr abgeladen», präzisiert er. Das Holz trage zur speziellen Atmosphäre des Waldstocks bei und sei deshalb sehr wichtig.

Die Regenfälle der ersten Tage haben den Aufbau nicht in Verzug gebracht, bestätigt Glauser. Ende letzter Woche zeigt sich jedoch ein schlammiges Gelände – Gummistiefel oder gute Wanderschuhe sind von Vorteil. «Durch die Lastwagen und Traktoren, die Anfang der Woche auf das Gelände fuhren, ist ein ziemlicher Acker entstanden», sagt der OK-Präsident. Aber die Zeichen stehen gut, dass alles wieder trocknet bis zur Festivaleröffnung am kommenden Donnerstag. «Ich war noch nie so oft auf einer Wetterapp wie in den letzten Tagen», erklärt der 27-Jährige schmunzelnd und lobt die getanen Arbeiten: «Trotz des Regens sind alle Helfer sehr motiviert, und wir sind absolut im Zeitplan.» Der Aufbau dauert zwei Wochen und gehört für die Organisatoren bereits zum Open-Air-Gefühl dazu. «Wir sind eine grosse, bunt gemischte Gemeinschaft. Am Abend sitzen wir alle zusammen, wenn es das Wetter zulässt, an einem grossen Lagerfeuer», versucht der OK-Präsident die spezielle Stimmung unter den Helfern in Worte zu fassen. Der freundschaftliche Umgang ist spürbar, vor allem im Festzelt, wo die Kaffeemaschine steht. Es hat Getränke, und auch der Schokoladenaufstrich fürs Zmorge-Brot steht bereit. Denn ein paar Helfer schlafen im Zelt auf dem Gelände. Weitere wohnen in der Nähe und kennen sich schon seit Jahren, und wieder andere sind das erste Mal dabei. Rund 300 Helfer leihen ihre Kraft dem Spektakel Waldstock – für Aufbau, Festivalbetrieb und Abbau.

Bis am kommenden Donnerstag um 17 Uhr die Türen geöffnet werden, ist aber noch viel zu tun – vor allem kleinere Sachen, wie der gebürtige Steinhauser erklärt. «Die ganze Platzgestaltung kommt als Nächstes, Wegweiser und Dekoration. Das Motto dieses Jahr heisst ‹Querbeet›, und die Bauteams haben sich wie immer etwas Kreatives überlegt», sagt Glauser. So werde es beispielsweise ein Schlaraffenland, einen Leuchtturm und eine dekorative Achterbahn geben. Dass so ein Aufbau hungrig macht, verrät auch ein Blick ins Küchenzelt. Dort ist ein Team am Vorbereiten des Mittagessens und zerhackt Peterli: «Die 75 Helfer brauchen Energie», erklärt der OK-Präsident.

Die Ruhe vor dem Sturm

Für ihn ist es das zweite Open Air in dieser Funktion. Im vergangenen Jahr stand Tobias Glauser noch der langjährige Präsident Ivo Achermann zur Seite. Jetzt ist er auf sich alleine gestellt. «Ich kann aber jederzeit anrufen, wenn ich Fragen habe – ich muss auch keine Entscheidung alleine fällen, das machen wir im Team.» Glauser freut sich auf den Moment kurz vor der Türöffnung – die Ruhe vor dem Sturm. Er beschreibt: «Alles ist ruhig, und man weiss – jetzt geht es los.»

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Hinweis

Mehr Informationen zum Festivalprogramm vom 3. bis 5. August finden Sie unterwww.waldstock.ch

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