STEINHAUSEN: Der Bebauungsplan Hinterhöf wird aufgehoben

Der Regierungsrat des Kantons Zug heisst diverse Beschwerden gegen den Bebauungsplan Hinterhöf in Steinhausen gut. Er hebt dieses Planungsinstrument auf.

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Passant beim Gebiet Hinterhöf. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Passant beim Gebiet Hinterhöf. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Im Rahmen der Ortsplanungsrevision der Gemeinde Steinhausen im Jahr 2004 wurde ein Grundstück an der Bauzonengrenze im Gebiet Hinterhöf in die Wohnzone für Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser (W1- und W2-Zone) eingezont, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Um am Siedlungsrand den Übergang von der Landwirtschafts- zur Bauzone verträglich zu gestalten, belegte die Gemeinde Steinhausen dieses Grundstück mit der Bebauungsplanpflicht. In der Zwischenzeit ist dieser Bebauungsplan Hinterhöf ausgearbeitet und von der Gemeindeversammlung am 11. Dezember 2008 beschlossen worden. Die dagegen erhobenen Beschwerden monierten unter anderem die Höhe und Baumasse der geplanten Gebäude.

Viel zu viele Stockwerke
Aus dem Bebauungsplan Hinterhöf lassen sich weder genügend Vorteile für das Siedlungsbild noch für die Umgebungsgestaltung ableiten, befindet der Regierungsrat. Hinzu komme, dass im vorliegenden Fall mit der geplanten Ausnützungserhöhung von über 35% (W1-Zone) bzw. über 38% (W2-Zone) sowie einer Verdoppelung der maximal zulässigen Geschosszahl der Zonencharakter dieser Wohnzonen für Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser verletzt wurde. Zwischen der Vorprüfung des Bebauungsplans durch den Kanton und dem Beschluss des Plans durch die Gemeindeversammlung hat noch einmal eine Ausnützungserhöhung stattgefunden, weshalb der Bebauungsplan faktisch zu einer Aufzonung des Gebiets führte.

scd