Steinhausen
Die Entwicklung des Gebiets rund um den Bahnhof in Steinhausen wird wieder aufgenommen

Der Gemeinderat hat mit den privaten Eigentümern des benachbarten Grundstücks eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Dies, nachdem eine Umgestaltung fast vier Jahre auf Eis gelegen hat.

Carmen Rogenmoser
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Das Areal rund um den Bahnhof Steinhausen soll endlich weiterentwickelt werden, dies wird in einem Bericht im aktuellen Gemeindeblatt «Aspekte» ersichtlich. Die Gemeinde hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die prüfen sollte, ob der Ökihof, der Werkhof, das Wasser- und Elektrizitätswerk (West) sowie Baupläne privater Eigentümer verwirklicht werden können. Eine private Bauherrengemeinschaft hat in der Zwischenzeit das Grundstück beim Bahnhof 3 neben dem Ökihof gekauft. Die Gemeinde habe den entsprechenden Unternehmen angeboten, die Arealentwicklung am Bahnhof gemeinsam anzugehen. «Werden das Grundstück Nr. 242 der Bauherrengemeinschaft sowie das Grundstück Nr. 1147 der Gemeinde Steinhausen zusammengeführt, eröffnet sich ein grosses Potenzial», heisst es im «Aspekte».

Das Areal um den Bahnhof Steinhausen soll weiterentwickelt werden.

Das Areal um den Bahnhof Steinhausen soll weiterentwickelt werden.

Bild: Maria Schmid (Steinhausen, 31. Mai 2021)

Diese Neuigkeit kommt gut vier Jahren, nachdem der Gemeinderat die Weiterentwicklung des Bahnhofareals auf Eis gelegt hatte. Dies, nachdem ein Baukredit für dessen Umgestaltung von der Bevölkerung abgelehnt worden war und ein anschliessend durchgeführter Mitwirkungsworkshop ins Leere geführt hat. Seither ist es ruhig geworden um dieses Steinhauser Gebiet, das bisher baulich nicht wirklich im Dorf integriert war.

Neuland für die Gemeinde

Nun stellt die Gemeinde in Aussicht, dass die beiden der Arbeitszone zugewiesenen Grundstücke im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision in eine gemischte Wohn- und Arbeitszone umgewandelt werden könnten. Die Machbarkeitsstudie zeige auf, dass sich das direkt bei den Gleisen befindliche Grundstück Nr. 242 für den Ökihof – der erweitert werden soll – und den Werkhof sowie für die weiteren Bedürfnisse eignen würde. Der Gemeinderat nahm zustimmend von der Machbarkeitsstudie Kenntnis. «Auch die private Eigentümerschaft begrüsst das Resultat. Deshalb wurde nun eine Absichtserklärung unterschrieben und verabschiedet», ist zu lesen.

Gemeinsam wollen die Gemeinde und die Bauherrengemeinschaft nun abklären, wie die weitere Planung ablaufen soll. Denn es gilt, verschiedene Fragen zu beantworten und Varianten zu prüfen. In rund sechs Monaten soll Klarheit bestehen, ob und in welcher Form die Zusammenarbeit mit den privaten Eigentümerinnen und Eigentümern weiterverfolgt wird. Die Arealentwicklung würde in einem ordentlichen Bebauungsplan münden, der der Gemeinde Optionen offenhält, Einfluss zu nehmen und beispielsweise preisgünstige Wohnungen zu verlangen. Die Planungsarbeiten werden Zeit in Anspruch nehmen. «Mit der Absichtserklärung und dem damit verbundenen Startschuss für eine gemeinsame Planung begehen der Gemeinderat und die Abteilung Bau und Umwelt Neuland», schreibt der Gemeinderat.