STEINHAUSEN: Die Weltmeisterin sagt, wos langgeht

Simone Niggli-Luder verliert nie die Orientierung. Nicht einmal, wenn sie querbeet befragt wird.

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OL-Läuferin Simone Niggli-Luder zu Gast im Schulhaus Steinen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

OL-Läuferin Simone Niggli-Luder zu Gast im Schulhaus Steinen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Es ist 10 Uhr, nach der grossen Pause im Schulhaus Steinhausen. An der Wand im Schulzimmer der 2. Real hängen 96 bunte Karten mit Stichworten, die sich um Sport und Privates drehen. Zu diesen soll Simone Niggli-Luder, 14-fache Weltmeisterin im Orientierungslauf, in Kürze Stellung nehmen.

«Ich finde es spannend, eine so erfolgreiche Läuferin näher kennen zu lernen», sagt der Schüler Robin Bütler. Die vergangene Woche verbrachte die Klasse im Engadin im Lager, wo sie sich intensiv mit dem Wirken von Simone Niggli-Luder befassten.

In Schweden verbringt sie viel Zeit
Dann trifft sie ein, die Weltmeisterin, die im sechsten Monat schwanger ist und deshalb gerade eine Wettkampfpause einlegt. Und los gehts mit den Fragen. Schweden liege ihr am Herzen, nicht? «Ja, das stimmt, ich mag Schweden sehr. Wegen der Trainings und der Läufe verbringe ich dort viel Zeit», antwortet Niggli-Luder.

Von wo kommt denn ihre Ausdauer? «Durch Disziplin. Ausdauer ist nicht etwas, das man hat oder nicht. Das kann man trainieren. Ich geniesse es, wenn ich etwas von meinen Körper fordere.»

Bereits die 71. Persönlichkeit im Klassenzimmer
Zum Schluss gibts ein Bild, Simone Niggli-Luder umrahmt von einer strahlenden Schulklasse. Das ist nicht das erste Foto dieser Art, welches im Schulzimmer 325 aufgenommen wird. Neben dem Fenster sind unzählige Bilder von berühmten Persönlichkeiten zu sehen. Neben Niggli-Luder als 71. Gast liessen sich unter anderem schon Adolf Ogi, Köbi Kuhn und Sarina Arnold von Urs Odermatts Klassen in die Mangel nehmen.

«Ich möchte, dass meine Schüler Vorbilder hautnah erleben können», erklärt der Lehrer den Hintergrund seines Engagements. Seit 30 Jahren lädt er die Berühmtheiten nach Steinhausen ein und lässt sie von seinen Schülern mit Fragen löchern.

Stephanie Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.