STEINHAUSEN: Ein wichtiger Sieg fürs Selbstvertrauen

Gegen das Spitzenteam Volley Toggenburg spielen die Frauen des VBC Steinhausen (NLB) aus einem Guss und gewinnen klar. Doch knapp 24 Stunden später zeigt das Team wieder sein Werktagsgesicht. Jetzt beginnt der Überlebenskampf.

Jessica Krick
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Steinhausen jubelt nach dem Sieg gegen Toggenburg. (Bild: Christian H. Hildebrand (Steinhausen, 20. Januar 2017))

Steinhausen jubelt nach dem Sieg gegen Toggenburg. (Bild: Christian H. Hildebrand (Steinhausen, 20. Januar 2017))

Jessica Krick

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Direkt zu Beginn des Spiels am Freitagabend liessen sich die Steinhauser Frauen schon nicht von ihrem Gegenüber Volley Toggenburg beeindrucken, auch wenn sich dieses Team in der aktuellen NLB-Tabelle auf dem zweiten Platz befindet. Durch druckvolle Aufschläge wurde der Gast immer wieder in die Schranken gewiesen. Eine gute Annahmeleistung zudem liess ein variables Angriffsspiel zu. Stein­hausens Zuspielerin Natascha Gantner konnte besonders immer wieder ihre Aussenangreiferin Lisa Adler gut in Szene setzen, wogegen der Toggenburger Block und auch die Abwehr sich nicht zu wehren wussten.

Die Gäste, die ihre Heimspiele in Wattwil austragen, fanden deshalb durch ihre geschwächte Annahme nie richtig ins Spiel und mussten den ersten Satz den Gastgebern mit 25:15 überlassen. Der zweite Satz sollte dagegen kein Selbstläufer für die Zugerinnen werden. Sie konnten leider ihr starkes Servicespiel und den konstant guten Spielaufbau aus dem ersten Satz nicht aufrechterhalten. Vielmehr fielen die Gastgeberinnen wieder in ein Loch, aus dem sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnten. Auch der Appell von Steinhausen-Coach Carolino in den Time-outs wirkte diesmal leider nicht. Die Folge: Die Steinhauserinnen verloren den Satz mit 16:26. Satz drei und vier allerdings waren dann wieder geprägt von guten Aufschlägen, druckvollen Angriffen und konstanten, fehlerfreien Spielzügen seitens der Steinhauserinnen.

Steinhausen findet den Weg zurück ins Spiel

Besonders das gute Aufschlagsspiel setzt den Gast wieder und wieder unter Druck. Gute Aufschläge von der Steinhauserin Natascha Gantner taten ihre Wirkung. Letztlich konnten die Einheimischen den dritten Satz mit 25:19 für sich entscheiden.

Im vierten Satz zeigten die Steinhauser Frauen wieder eine enorme Schwächephase. Sie gerieten schnell einmal mit 2:12 ins Hintertreffen. Immerhin konnte Steinhausen diesen Rückstand schnell auf 9:12 verkürzen. Und sie fanden ihren Lauf wieder und punkteten in regelmässigen Abständen. Und deshalb konnten die Gastgeberinnen auch diesen Satz mit 25:22 für sich entscheiden. Der 3:1-Sieg der Zentralschweizerinnen war damit in trockenen Tüchern. Es war erst der zweite NLB-Sieg der Steinhauserinnen. Deren Coach Carolino zeigte sich dann auch sichtlich stolz: »Wir finden als Team immer mehr zusammen und unsere Geduld zahlt sich immer mehr aus.»

Gegen Galina findet Steinhausen kein Rezept

Nach dem zweiten Saisonsieg gingen die Frauen aus Steinhausen gestärkt in die Auswärtspartie gegen Galina. Einige Spielerinnen hatten an diesem Wochenende schon ein Mammutprogramm hinter sich, spielten sie doch zusätzlich zur Partie am Freitag gegen Wattwil auch noch in anderen Teams mit. Zudem bleibt noch zu sagen, dass sich der Gegner Galina sich mit den Spielerinnen Laura Caluori und Elena Steinemann enorm verstärkte, womit die Liechtensteinerinnen ihrem Gegner nicht nur körperlich überlegen waren. Besonders Laura Caluori, die auch die Auszeichnung der besten Spielerin von Galina erhielt, konnte in ihrem Angriffsspiel nicht gestoppt werden.

Die Zugerinnen konnten nie richtig an ihre gute Leistung der letzten beiden Spiele anknüpfen und erwischten einen rabenschwarzen Tag. Weder die Annahme funktionierte, noch die Blockabwehr und besonders die Fehler, die in den letzten Spielen ausgemerzt wurden, wurden wieder auf das Spielfeld übertragen. Die Folge: eine deutliche 0:3-Niederlage (25:13, 25:15, 25:10).

Zusammenfassend haben die Volleyballer nun ihre Qualifikationsrunde mit dem letzten Platz der Rangliste abgeschlossen und werden die Abstiegsrunde mit null Punkten beginnen müssen. Der Überlebenskampf in der NLB beginnt dann am ersten Wochenende im Februar. Den Mut verlieren die VBC-Frauen sicher nicht, denn das Ziel des Klassenerhalts ist immer noch möglich. Den offiziellen Spielplan für die Abstiegsrunde wird bald erstellt werden.

 

NLB-Rangliste: 1. Aadorf 14 Spiele/28. 2. Toggenburg 13/27. 3. Glaronia 14/27. 4. Luzern II 14/21. 5. Giubiasco 14/20. 6. Galina 13/19. 7. Fides Ruswil 14/15. 8. VBC Steinhausen 14/8.