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STEINHAUSEN: Eine neue Strasse im Kerngebiet

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag herrschte Redebedarf. Verschiedene Anliegen wurden an den Gemeinderat gebracht. Die Mehrheit genehmigte aber alle Anträge im Sinne der Exekutive.
Andrea Muff
Die Mattenstrasse wird länger und mit der Zugerstrasse verbunden. (Bild: Stefan Kaiser (8. Dezember 2017))

Die Mattenstrasse wird länger und mit der Zugerstrasse verbunden. (Bild: Stefan Kaiser (8. Dezember 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Zur ersten Gemeindeversammlung im neuen Gemeindesaal in der Zentrumsüberbauung Dreiklang waren 228 stimmberechtigte Steinhauser erschienen. Mit so viel Zulauf hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet, so mussten weitere Stühle in den Saal gebracht werden. An dieser Premiere konnte Esther Rüttimann (FDP), Vorsteherin Soziales und Gesundheit, krankheitshalber nicht teilnehmen.

Ob es die gelben Wände waren oder die Aussicht auf den arbeitsfreien Tag, die Steinhauser hatten ein Redebedürfnis – zu jedem Traktandum gab es Votanten. So verlangte etwa Kurt Clemens Meier bei der Kenntnis- nahme des Finanzplans vom Gemeinderat zu wissen, wie das Krisenmanagement der Gemeinde aussehe. «Wie kann man Kühe melken ohne Notstromaggregat?», fragte er. So hätte ein längerer Stromausfall verheerende Folgen: «Das Vieh würde weinen.» Ein Notstromaggregat gehöre in den Finanzplan. Sicherheitsvorsteher Hans Staub (CVP) konnte den Votanten ein wenig beruhigen, da es ein Notstromaggregat gebe, allerdings mit nur einer kleinen Abdeckung.

Die Bauherrschaft will die Strasse nicht

John Stutzer gab seinen Unmut etwa beim Traktandum des Baukredits für die Verlängerung der Mattenstrasse preis. Er plädierte: «Wir sind doch nicht blöd, und deshalb lehnen wir den Kredit ab. Die Bauherrschaft soll die Strasse selber zahlen.» Denn auf dem Oele-Areal soll in den nächsten Jahren eine Überbauung realisiert werden. Im Namen der Familie Zürcher, welche die Bauherrschaft innehat, ergriff Esther Struzina das Wort: «Wir sind nicht begeistert von der Strasse.» Einen Rad- und Fussweg hätten sie sich besser vorstellen können. Kurt Clemens Meier machte indes darauf aufmerksam, dass für die Strasse «wertvolles Kulturland» verloren gehe. Nichtsdestotrotz folgte die Stimmbevölkerung dem Antrag des Gemeinderats. Auch bei den anderen Geschäften war dies so: Weder eine Steuersenkung von zwei Prozentpunkten (Antrag der SVP) noch die Anliegen Stefan Thönis, Präsident der Piratenpartei, mit den Motionen gegen Laubbläser und für die Publikation der gemeindlichen Traktandenlisten, hatten eine Chance. Nach langen Diskussionen endete die Versammlung nach über zwei Stunden.

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