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STEINHAUSEN: Eine Tempo-30-Zone gibt zu reden

Der Gemeinderat will den Bahnhofplatz umgestalten. Zwei Parteien sind mit dem Vorhaben nicht einverstanden.
Am Bahnhofplatz sollen Busanbindungen und die Verkehrssicherheit verbessert werden. (Bild Werner Schelbert)

Am Bahnhofplatz sollen Busanbindungen und die Verkehrssicherheit verbessert werden. (Bild Werner Schelbert)

Andrea Muff

In Steinhausen soll der Bahnhofplatz ein neues Gesicht bekommen. Denn mit der Überbauung des Schlossbergs ist das Dorf bis zum Bahnhof gewachsen. Der Steinhauser Gemeinderat will nun den Platz aufwerten. Insbesondere sollen Bahn- und Busanbindungen sowie die Verkehrssicherheit verbessert werden. In einem separaten Antrag steht der Kredit für die Einführung einer Tempo-30-Zone zur Abstimmung. Gesamthaft schlägt das Vorhaben mit 2,3 Millionen Franken zu Buche. An der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember wird neben diesem noch über sieben weitere Traktanden befunden (siehe Box). Nicht bei allen sind sich die Parteien einig.

Kontroverse Diskussionen

Das zeigen die Parolen, die die Parteien in den vergangenen Tagen gefasst haben. Dabei gab das besagte Bahnhofprojekt am meisten Anlass zu Diskussionen. So empfehlen die SVP und die CVP, den Kredit nicht zu genehmigen. Denn für die CVP stimmt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht, wie in der Mitteilung der Partei zu lesen ist. Dies führte dazu, dass das Traktandum an der Versammlung am «kontroversesten diskutiert» worden ist. Deshalb stellt sich die CVP gegen den Antrag des Gemeinderats. Auch die SVP spricht sich entschieden gegen den Baukredit aus: «Mit Kosten von über 2,3 Millionen Franken wird hier massiv am Ziel vorbei geschossen», schreibt die Partei. Zudem verschwänden zirka 15 Parkplätze und «man will völlig unnötigerweise eine weitere Tempo-30-Zone einrichten.»

Die FDP hingegen stärkt dem Gemeinderat den Rücken: «Der Baukredit für die Umgebungsgestaltung des Bahnhofplatzes wurde grossmehrheitlich angenommen.» Jedoch habe sich nur eine knappe Mehrheit für die Tempo-30-Zone ausgesprochen, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung.

Die Grünen vermelden, dass die Partei allen Anträgen des Gemeinderates einstimmig folgen wird. So findet die Umgestaltung des Bahnhofplatzes Anklang: «Das ÖV-Eingangstor wird aufgewertet und mittels verkehrsberuhigenden Massnahmen für alle Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen optimiert werden.»

Die Umgestaltung hat bereits in diesem Frühjahr ihren Lauf genommen: Denn im östlichen Teil des Bahnhofs konnte die Gemeinde das Grundstück Nr. 1602 von der SBB für 300 000 Franken erwerben. Dieses umfasst eine Grösse von 1150 Quadratmetern. Zusätzlich treten die SBB auch den Strassenraum von 745 Quadratmetern ohne finanzielle Entschädigung ab. Damit hat die Gemeinde die notwendige Planungsfreiheit erhalten, wie sie schreibt. Es sind zwei Busbuchten an der Bahnhofstrasse geplant, die ausserhalb des Strassenraumes liegen. Damit würde die Umsteigemöglichkeit zwischen Bus und Zug verbessert und sicherer werden. «Der Bahnhof ist ein Umsteigeknoten des öffentlichen Verkehrs und deshalb Quelle und Ziel für viele Verkehrsteilnehmer», schreibt der Gemeinderat. Des Weiteren werde ein Velounterstand für zirka 170 Fahrräder und etwa 20 Motorräder gebaut. Gleichzeitig soll der Parkplatz umgestaltet werden. Er werde eindeutig von der Strasse getrennt und erhalte markierte Ein- und Ausfahrten. Geplant sind 15 Parkplätze – mit eingerechnet mindestens ein Behindertenparkplatz.

Verbesserte Verkehrssicherheit

Die Tempo-30-Zone an der Bahnhofstrasse vom Knoten Schlossbergstrasse bis und mit Knoten Rigiweg/Sennweid­strasse wird neben dem Baukredit separat beantragt. Ein vom Gemeinderat in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten zeige die notwendigen, flankierenden Massnahmen auf. Diese begünstigen eine verbesserte Verkehrssicherheit. Gestützt auf dieses Gutachten hält der Gemeinderat in der Vorlage fest, dass die verkehrsberuhigenden Massnahmen «notwendig, zweck- und verhältnismässig» seien.

Falls der Kredit bewilligt wird, kann mit dem Ausführungsprojekt begonnen und das Baugesuch eingereicht werden. Der Bau würde im Frühling 2016 starten. In ungefähr einem Jahr könnte der neue Bahnhofplatz eröffnet werden.

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