Steinhausen freut sich über einen Mehrertrag anstelle eines Minus

Die Jahresrechnung 2019 der Gemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von über 8 Millionen Franken ab.

Drucken
Teilen
Das Rathaus Steinhausen.

Das Rathaus Steinhausen.

Bild: Stefan Kaiser (28. Januar 2018)

(bier) Im Budget für das Jahr 2019 rechnete die Gemeinde Steinhausen mit einem Aufwandüberschuss von rund 450 000 Franken. Die Rechnung weist hingegen einen Mehrertrag von über 8 Millionen Franken aus. Der Hauptgrund für das Ergebnis sind Mehreinnahmen von 7 Millionen Franken bei den Steuern, teilt die Gemeinde Steinhausen mit. Die Steuern der natürlichen Personen fielen 1 Million Franken höher als budgetiert aus. Bei den juristischen Personen betrug das Plus 3,7 Millionen Franken. Hinzu komme der einmalige Mehrbetrag bei den Grundstückgewinnsteuern von 1,9 Millionen Franken. Die Quellensteuern sind um 410 000 Franken höher ausgefallen.

Zu den Abteilungen: Der Nettoaufwand der Abteilung Bildung und Schule war rund 190 000 Franken höher als budgetiert. Im Schuljahr 2019/20 wurden zehn Kindergartenklassen geführt. Dies habe zu höheren Personalkosten geführt, heisst es in besagter Mitteilung weiter. Die Abteilung Bau und Umwelt hatte gesamthaft Minderaufwendungen von 1,2 Millionen Franken. «Unter anderem fielen Planungen und Projektierungen Dritter wesentlich geringer aus, andererseits wurden Projekte zeitlich verschoben», heisst es dazu.

Weniger Sozialhilfe

Beim Strassenunterhalt mussten weniger Winterschäden repariert werden und einzelne Projekte konnten wegen Dritten nicht realisiert werden. Ebenfalls ein Minderaufwand wurde bei der Abteilung Soziales und Gesundheit erzielt. Dies obwohl der Aufwand bei der ambulanten und stationären Langzeitpflege gegenüber dem Budget um 180 000 Franken höher ausgefallen sei. Der Nettoaufwand bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe nahm gegenüber dem Budget um 112 000 Franken und beim Sozialdienst um 167 000 Franken ab.

Im Jahr 2019 wurden Abschreibungen von 4,4 Millionen Franken vorgenommen. Dies ist rund eine halbe Million Franken weniger als budgetiert. Die Abweichung sei darin begründet, dass die Abschreibung des Umbaus der Bahnhofstrasse 3/Rathaus mit Dorfplatz erst ab dem Rechnungsjahr 2020 erfolgt.

Die Investitionsausgaben von 11,5 Millionen Franken sind im Jahr 2019 gegenüber dem Budget um 3,8 Millionen Franken tiefer ausgefallen. Die grössten Verschiebungen der Kosten liege bei der Fertigstellung des Umbaus der Bahnhofstrasse 3/Rathaus mit Dorfplatz, der Sanierung des Musikschulzentrums und bei der Verlängerung der Mattenstrasse.

Trinkwasser dazugekauft

Der Eigenwirtschaftsbetrieb Abwasserbeseitigung schloss mit einem Aufwandüberschuss von rund 150 000 Franken (Entnahme aus Spezialfinanzierung). Die eingenommenen Betriebsgebühren betrugen rund 1,2 Millionen Franken.

Das Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen hat mit einem Ertragsüberschuss von rund 442 000 Franken abgeschlossen. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 555 000 Franken. Der Nettoertrag der Wasserversorgung von rund 200 000 Franken sei 24 000 Franken höher als budgetiert. Die Elektrizitätsversorgung weist einen Nettoertrag von 241 000 Franken aus, rund 137 000 Franken weniger als budgetiert.

Infolge anhaltender Trockenheit musste mehr Trinkwasser zugekauft werden. «Die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Einführung der Smart Meter waren höher als erwartet», steht in der Gemeindemitteilung dazu. Die Nettoinvestitionen betrugen 540 000 Franken.

Mehr zum Thema

FINANZEN: Steinhausen wird zur Geberin

Das Budget 2018 rechnet mit einem Minus von 2,4 Millionen Franken. Der Fiskalertrag nimmt indes zu, und ein ordentliches Polster an Eigenkapital lässt die Gemeinde beruhigt in die Zukunft schauen.
Andrea Muff