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Steinhausen gedenkt Silja Walter

Anlässlich des 100. Geburtstages der gefeierten Schriftstellerin (†) widmet ihr die Kirchgemeinde drei Kulturtage.
Andreas Fässler

Ihr geistiges Werk ist mehrfach mit namhaften Preisen ausgezeichnet worden und hallt auch über acht Jahre nach ihrem Tod nach – dies lebendiger denn je. Die bekannte Benediktinerin Silja Walter (1919 bis 2011) und ihr immaterielles Erbe sind nach wie vor Quell der Inspiration für Kulturschaffende und Protagonisten im weltlichen wie kirchlichen Umfeld.

Geboren im solothurnischen Rickenbach absolvierte Cécile «Silja» Walter von 1933 bis 1938 das Lehrerinnenseminar in Menzingen, studierte anschliessend Literaturwissenschaften und trat im Jahre 1948 ins Benediktinerinnenkloster Fahr (AG) ein, wo sie bis zu ihrem Tod lebte und wirkte.

Postkonfessionelles, zeitloses Werk

Anlässlich des 100. Geburtstages der Ordensfrau und Schriftstellerin gedenkt ihr die Kirchgemeinde Steinhausen mit drei spirituellen Kulturtagen in Folge (Programm siehe Box). Zwei Schauspiele, eine Wallfahrt und eine literarisch-musikalische Matinee bilden das Programm, welches auf Initiative des Steinhauser Pfarreileiters Ruedi Odermatt zusammengestellt und organisiert worden ist. Getragen werden die Steinhauser Silja-Walter-Kulturtage vom Kulturfonds der Kirchgemeinde.

«Ich bin mit Silja Walters berührender, befreiender Prosa und Poesie sehr vertraut», sagt Ruedi Odermatt. «Für mich ist ihr schriftstellerisches Werk geradezu postkonfessionell. Ihre Anliegen und Botschaften, welche Silja Walter in ihren Schriften transportiert, sind zeitlos.» Die Person Silja Walter sei überdies weit mehr als einfach nur eine hinter Klostermauern agierende Ordensschwester, wie sie zu Lebzeiten wohl von vielen wahrgenommen worden sei, führt Odermatt aus. «Als Schriftstellerin vermittelt Silja Walter eine ungemeine spirituelle Offenheit und hat eine existenzielle Tiefe», würdigt der Odermatt die Verblichene.

100 Jahre Silja Walter – Kulturtage Steinhausen Das Programm der spirituellen Kulturtage zum Gedenken an Silja Walter gestaltet sich wie folgt:
Freitag, 8. November 20 Uhr: «Jan der Idiot», Schauspiel, 1975 von Silja Walter für das Theater 58 geschrieben. Dieses führt das Schauspiel in einer Neuinszenierung auf. Zentrum Chilematt.
Samstag, 9. November Zu Fuss von Zürich der Limmat entlang zum Kloster Fahr. Treffpunkt um 8 Uhr am Bahnhof Steinhausen. Um 17.18 Uhr Ankunft in Steinhausen. Anmeldung bis 4. November (041 741 84 54). 20 Uhr: «Der Engel», Schauspiel, ebenfalls für das Theater  58 geschrieben. Dieses führt das Stück in einer Bearbeitung von André Revelly auf. Zentrum Chilematt.
Sonntag, 10. November 10.15 Uhr: Literarisch-musikalische Matinee. Texte von Silja Walter, vorgetragen von Eva Mann. Musikalische Improvisationen von Jonas Iten am Cello. Moderation von Ingeborg Prigl. Anschliessend Apéro. Zentrum Chilematt. Weitere Infos hier.

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