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STEINHAUSEN: Geheime Umgestaltung befürchtet

Die Kirchgemeinde kommt nicht zur Ruhe. Mitglieder wollen etwaige neue Pläne des Kirchenrats verhindern. Über das Begehren wird aber nicht abgestimmt. Die Versammlung im Zentrum Chilematt beginnt am Montag, 27. November, um 20 Uhr.
Innenraum der Kirche St. Matthias in Steinhausen. (Bild: Stefan Kaiser)

Innenraum der Kirche St. Matthias in Steinhausen. (Bild: Stefan Kaiser)

Es ist eine grosse Forderung: Die Steinhauser Katholiken Max Meienberg, Pius Schlumpf und mehrere Mitunterzeichner verlangen in einer Motion, dass der Innenraum der Kirche St. Matthias unangetastet bleibt und auch keine neuen Pläne für eine Umgestaltung ausgearbeitet werden. Das soll während zehn Jahren gelten, bis Ende 2027. Der Kirchenrat sieht die Motionsfähigkeit in Frage gestellt und hat das Begehren für die Kirchgemeindeversammlung vom kommenden Montag nicht traktandiert (siehe Box).

Die Motion ist bereits Mitte Juli eingereicht worden. Aus aktuellem Anlass: Der Pfarreirat hatte eine revolutionäre Umgestaltung des Kircheninnenraums lanciert. Anstelle der Kirchenbänke sollten mehrere Stuhlkreise um den Altar herum aufgestellt werden. Der Rotkreuzer Architekt und Künstler Peter Hunold arbeitete ein entsprechendes Projekt aus. Dieses zog er allerdings im August zurück, entnervt von der Einmischung des Bistums Basel sowie Widerständen seitens Steinhauser Kirchgänger. Damit war das Projekt vom Tisch.

Warum haben die Motionäre dennoch an ihrer Forderung festgehalten? Sie sind gegen jegliche Neuausrichtung des Innenraums, unabhängig vom Projekt. «Die gegenwärtige Ausgestaltung ist für sehr viele Steinhauser Katholikinnen und Katholiken ein sehr vertrauter Kirchenraum. Sie fühlen sich in dieser Kirche wohl», heisst es im Motionstext. Für Umgestaltungen würde sich die moderne Kirche Don Bosco besser eignen.

«Warum stimmt man nicht sowieso ab?»

Die Motionäre zeigen sich gemäss Max Meienberg enttäuscht vom Entscheid des Kirchenrats, «die Motion mit juristischen Mitteln zu erledigen, statt ein demokratisches Vorgehen zuzulassen» – selbst wenn das Begehren tatsächlich nicht motionsfähig wäre. «Warum stimmt man nicht sowieso ab, um herauszufinden, wie die Versammlung zur Umgestaltung des Innenraums steht?», fragt er. Meienberg befürchtet, dass der Kirchenrat künftig die Umgestaltung der Kirche in der Abstimmung über das Gesamtbudget «verstecken» wird.

Hinweis

Die Versammlung im Zentrum Chilematt beginnt am Montag, 27. November, um 20 Uhr.

bier

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